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Das Trauerspiel: Im Schnitt keine positive Realrendite bei Tagesgeld

Tagesgeld ist eine sinnvolle Einrichtung. Wenn man als Anleger den Begriff auch wörtlich nimmt und sein Geld dort nur kurze Zeit parkt. Die neuesten Daten zeigen es auf.

Wow, da geht es abwärts – und wie. Die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen sind zum Stichtag 1. August 2016 auf historisch niedrige 0,30 Prozent gefallen. Ein Minus von mehr als 6 Prozent zum Vormonat. Das ergab jetzt die monatliche Erhebung der Neukundenzinsen durch das Finanzportal Tagesgeldvergleich.net.

Wenn man sich die „Top5-Angebote“ anschaut, dann fängt jeder an zu weinen. So rutschte der Wert der Top-5-Angebote von 1,15 auf 1,11 Prozent. Noch eine andere Zahl ist erschreckend:

Insgesamt 23 Banken senkten im Zeitraum zwischen dem 1. Juli und dem 1. August 2016 ihre Zinsen. Die stärkste Änderung verzeichnet die Wüstenrot Bank. Dort lief die letzte Zinsaktion des Top Tagesgeld aus und der Zins sackte von 0,80 auf 0,05 Prozent. Hammer!

Auch für Neukunden ging es mancherorts mächtig nach unten. Die 1822direkt halbierte den bisherigen Zins von 1,00 auf 0,50 Prozent. Und: Viele Banken haben ihre Verzinsung auf niedrigere Anlagebeträge limitiert, z. B. 10.000 oder 20.000 Euro.

Eines sollten Sie sich bewusst machen – die Realrendite ist nicht mehr positiv. Aus einem ganz einfachen Grund: Da die Inflationsrate im Juli 2016 auf 0,40 Prozent anstieg, reicht die durchschnittliche Verzinsung beim Tagesgeld nicht mehr ganz aus, um eine positive Realrendite zu erzielen. Lediglich mit den besten Zinssätzen im Juli lag die Realrendite weiterhin im Plus.

Kurzum: Tagesgeld-Konto ja, für längere Zeit dort größere Summen von Geld parken, bitte nein! Ihr Aktien-Depot macht da langfristig mehr Spaß!

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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