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Was die Twitter-Stimmung als Gradmesser mit Aktienkursen zu tun hat

Das klingt verrückt. Twitter (WKN: A1W6XZ / ISIN: US90184L1026) ist nach wie vor an der Börse nicht angekommen oder besser vielleicht: Wieder am Gehen. Zumindest, wenn man sich die Bilanzen und den Aktienkurs anschaut. Dennoch hat die Social Media-Company einen wichtigen Einfluss auf uns und unser Börsenverhalten Sagen Forscher.

Wer den Trend einer Aktie vorhersehen will, sollte sich auf Twitter schlau machen. Das ist das Ergebnis von Forschern der Carey Business School an der John Hopkins University in Baltimore. Diese erkannten demnach in einer Studie eine starke tagesaktuelle Übereinstimmung zwischen der Stimmung, die in Tweets in Bezug auf eine bestimmte Aktie verbreitet wird, und ihrer weiteren Performance.

Wie gingen die Forscher vor?

Ganz einfach. Die Wissenschaftler untersuchten tageweise den Zusammenhang zwischen Aussagen tweetartiger Posts auf der Finanz-Mikroblogging-Plattform StockTwits sowie der zeitnahen Entwicklung entsprechender Aktienkurse. Konkret erhielten die Forscher Zugang zu allen StockTwit-Posts der 15 Unternehmen, deren Aktien zwischen Januar 2012 und Oktober 2015 die meisten Tweets für sich verbuchen konnten. Darunter waren Aktien wie

Oder Yahoo, Disney und natürlich auch Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027)

Und natürlich auch diese Global Player: Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) und Google (WKN: A14Y6H / ISIN: US02079K1079).

Was nutzen nun die Zugänge zu den Posts?

Auch einfach erklärt: Wer auf StockTwit tweetet, kann angeben, ob er in Bezug auf eine Aktie positiv („bullish“) oder negativ („bearish“) empfindet. Tatsächlich spiegelt sich laut Studie die vorherrschende Stimmung in entsprechenden Aktienrenditen wider. Die veröffentlichten Ergebnisse belegen den großen Einfluss aktienspezifischer Tweets auf das Geschehen an der Börse.

Entsprechend kommen nun Stimmen auf, die vorschlagen, die Nutzung sozialer Medien zur Ermittlung der Aktien-Entwicklung künftig als sechsten Faktor in das sogenannte Fama-French-Modell mit einzubeziehen. Das Modell basiert aktuell auf nur fünf Faktoren und gilt als Standardmodell für die Erklärung von Aktienrenditen und Marktverhalten.

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In diesem Sinne,
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Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: Pressefoto Twitter


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