Am deutschen Aktienmarkt herrscht angesichts der Zahlenflut im DAX insgesamt Ruhe vor. Allerdings ist die Bandbreite recht groß. Aufgrund der großen Menge an Zahlen, wollen wir heute auch nur kurz darauf eingehen. Tagesgewinner ist und bleibt wohl die BASF. Die Zahlen und der Ausblick überzeugte die Anlegerschar dermaßen, dass auch der Korruptionsskandal wohl nicht mehr großartig für Schlagzeilen sorgen kann. Jedenfalls kann die BASF-Aktie in einem schwachen Umfeld 4 Prozent zulegen und so ihren Aufwärtstrend der vergangenen Monate eindrucksvoll fortsetzen. Nicht unerwähnt bleiben sollte hier auch der überraschend hohe Dividendenvorschlag von 1,70 Euro. Somit erhält man selbst bei der BASF eine Dividendenrendite von rund 4 Prozent.

RWE enttäuscht mit Dividendenkürzung

Enttäuschend waren dagegen die Aussagen von RWE. Der Versorger konnte zwar den Gewinn steigern, aber beim Ausblick enttäuschte der Konzern doch. Zudem sorgte vor allem die Ankündigung, dass die Dividende von 4,50 auf 3,50 Euro je Aktie sinken soll, für Enttäuschung. Viele Anleger hatten den Wert aus Renditegesichtspunkten erst erwogen, zumal auch durch den Verkauf von American Waters zusätzliche Mittel in den Konzern flossen. Aktuell ergibt sich noch eine Dividendenrendite von 5,6 Prozent bei den Stämmen und 6 Prozent bei den Vorzügen. In der Folge verlieren beide Aktien deutlich.

Deutsche Telekom setzt auf Mindestdividende

Eine interessante Strategie fährt derzeit die Deutsche Telekom. Trotz milliardenschwerer Abschreibungen und daraus resultierendem Gewinneinbruch hält man an der Dividende von 0,78 Euro je Aktie fest. Zudem hat man für die kommenden drei Jahre eine Mindestdividende von 0,70 Euro beschlossen. Mit 8,2 Prozent Dividendenrendite bleibt die T-Aktie so weiterhin ein interessantes Kaufobjekt für Dividendenfans. Allerdings darf man auch kein allzu großen Kurserwartungen haben. Da sind die europäischen Wettbewerber interessanter. Teilweise sogar auch bei höherer Dividendenrendite! Die T-Aktie verliert leicht.

US-Futures deutlich im Minus

An der Wall Street sorgt vor allem Ben Bernanke und seine Aussagen gestern vor dem Kongress für Aufsehen. Kollege Morrien bezeichnet die Aussicht auf weitere Monate der Nullzinspolitik zu Recht als Zuckerbrot und Peitsche. Bei den Konjunkturdaten wartet man auf die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Januar) und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Bei den Zahlen bleibt es heute nach Börsenschluss eher ruhig. Derweil legen die US-Futures den Rückwärtsgang ein. Der S&P 500 verliert 0,6 Prozent und der NASDAQ 0,5 Prozent. In Frankfurt notiert der DAX bei 5.607 Punkten (-0,2 Prozent).


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