Amazon & Alphabet: Man kommt aus dem Staunen kaum noch heraus

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Es ist wohl die Woche der fantastischen US-Quartalsberichte. Nach Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) und Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) haben auch Alphabet (ehemals Google) (WKN: A14Y6H / ISIN: US02079K1079) und Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) für staunende Anlegergesichter gesorgt.

Während Amazon einmal mehr von seiner Handelsplattform und dem stark wachsenden sowie sehr profitablen Cloud-Geschäft profitierte, kamen Alphabet/Google einmal mehr sprudelnde Werbeerlöse zugute. Sowohl das Amazon-Zahlenwerk für das zweite Quartal 2016 als auch die neuesten Alphabet-Ergebnisse wurden am Markt positiv aufgenommen. Besonders erfreulich: Amazon konnte wieder einmal Rekorde beim Nettogewinn verbuchen.

Unter dem Strich verdiente der Online-Händler zwischen April und Juni 857 Mio. US-Dollar, nach 92 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Die konzernweiten Umsatzerlöse kletterten um satte 31 Prozent auf 30,4 Mrd. US-Dollar. In der Cloud-Sparte (Amazon Web Services, AWS) lief es besonders gut. Die dortigen Erlöse stiegen um 58 Prozent auf 2,9 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn wurde auf 718 Mio. US-Dollar sogar mehr als verdoppelt. Damit hat der Bereich maßgeblichen Anteil daran, dass Amazon endlich auch in Sachen Profitabilität für erfreuliche Nachrichten sorgen kann.

Chart: Ariva
Chart: Ariva

Alphabet/Google gelingt dies seit geraumer Zeit. Im zweiten Quartal hat das Unternehmen noch einmal einen Gewinnanstieg um 24 Prozent auf 4,9 Mrd. US-Dollar eingefahren. Die Umsätze schossen um 21 Prozent auf 21,5 Mrd. US-Dollar. Dabei setzte sich ein positiver Trend fort. Zwar nimmt Google pro geschalteter Werbung weniger Geld ein, dafür sorgt die Verbreitung des mobilen Internets und entsprechender Geräte dafür, dass die Zahl der geschalteten Anzeigen überproportional zunimmt und die negativen Effekte aus niedrigeren Preisen für die Anzeigen mehr als wettgemacht werden können. Gleichzeitig kann sich das Unternehmen dank der sprudelnden Werbemilliarden hohe Investitionen in Zukunftsfelder leisten.

Aus Anlegersicht dürfte derzeit die Alphabet-Aktie attraktiver sein. Der Amazon-Aktienkurs ist derart in die Höhe geschossen, dass die Fallhöhe und die Bewertung auf Sicherheit bedachte Anleger abschrecken dürfte. In dieser Hinsicht ist Alphabet wesentlich gesünder aufgestellt. Zumal ja auch der Suchmaschinengigant hervorragende Wachstumsaussichten zu bieten hat.

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