News Ticker

Warum Apple Pay in Deutschland kein Erfolg wird

Der iPhone-Konzern Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) hat gestern Zahlen gemeldet. Zum Thema Apple Pay, dem seit 2014 in den USA eingeführten Bezahldienst des Konzerns und dessen Einführung in Deutschland gab es nichts Neues. Vielleicht gar nicht verkehrt – der Service könnte bei uns floppen. Das hat Gründe.

Bezahlen per Smartphone? Nicht in Deutschland. Das sagen zumindest die jüngsten Daten einer Umfrage der ING-DiBa. Deutsche Verbraucher bleiben skeptisch, wenn es um mobiles Bezahlen geht. So wollen 66 % der Deutschen auch in Zukunft auf ihr Smartphone an der Kasse verzichten. Das ist eine der Erkenntnisse aus einer repräsentativen Befragung der ING-DiBa, bei der Konsumenten in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zum Thema Mobile Banking und zu ihren Zahlungsgewohnheiten befragt wurden.

Lediglich 31 Prozent der hierzulande Befragten gaben an, dass ihre Bargeldnutzung in den vergangenen zwölf Monaten abgenommen hat. Einen niedrigeren Wert gab es mit 28 Prozent nur in Österreich. Zum Vergleich:

Durchschnittlich 53 Prozent der europäischen Verbraucher nutzen weniger  Bargeld als noch ein Jahr zuvor. Spitzenreiter sind hier Italien und die Türkei, wo rund zwei Drittel der Befragten angaben, ihre Bargeldnutzung während des vergangenen Jahres verringert zu haben, so die Umfrage weiter. Für Apple Pay und andere Dienste sieht es auch künftig nicht so dolle aus. Denn:

Nur 34 Prozent der Deutschen erwarten, in Zukunft verstärkt ihr Smartphone
für Zahlungen zu verwenden – der europäische Durchschnitt liegt hier
bei 52 Prozent. Auch haben 68 Prozent Sicherheitsbedenken gegen die Nutzung
kontaktloser Zahlungen; europaweit sind dies lediglich 54 Prozent. Übrigens – auch interessant:

Digitale Währungen wie Bitcoins halten Deutsche für keinen nachhaltigen Trend bei Online-Zahlungen. Während nur 23 % der  hierzulande Befragten bei digitalen Währungen Potenzial für den  Zahlungsverkehr der Zukunft erkennen, sind es europaweit gut ein Drittel. Kurz um:

Man darf gespannt sein, ob Apple mit seinem Pay-Dienst speziell in Deutschland wirklich die Erfolge feiern wird, wie bisher angedacht. Auf der anderen Seite:

Die gute alte EC-Karte oder das Plastikgeld von Mastercard, Visa & Co. sind auch eine durchaus weiterhin gute Möglichkeit sein Geld unter die Leute zu bringen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot mit dem Namen “Die Börsenblogger Auf die Schnelle” (Wochentags) und “Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: dieboersenblogger.de


1 Kommentar zu Warum Apple Pay in Deutschland kein Erfolg wird

  1. Tja, die Meinung ist nicht neu, andererseits macht man es uns in Deutschland auch schwer… und gerade gebildete junge Leute würden oft gerne anders bezahlen.
    Ich bezahle inzwischen wo ich kann mit Kreditkarte und hätte auch nichts dagegen mit dem Handy zu zahlen.
    Das Problem ist, das selbst grosse Ketten tw. keine KK abzeptieren… ehrlich gesagt geht das im Jahren 2016 mal garnicht. Dafür nutze ich meine EC (oder Giro oder wie auch immer die heute heisst)-Karte nie. Diese wird aber im Gegensatz zur KK viel mehr akzeptiert.
    Ehrlich gesagt liegt es aus meiner Sicht an der Macht der Sparkassen. Ihre sinnlosen Exklusicprojekte (aktuell Paydirekt, davor die Geldkarte) sind einfach nur hinderlich in der globalisierten Welt.
    Man kann nur hoffen das die Macht der Sparkassen angesichts der Bankenkrise weiter reduziert… wir leben hier in Deutschland nicht auf einer Insel…

    In diesem Sinne wäre ApplePay eine gute Alternative. Und da v.a. gut ausgebildete Leute diese Technik nutzen würden, wäre der Erfolg von Applepay auch in Deutschland nicht unmöglich.

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. [Börsenblogger] Warum Apple Pay in Deutschland kein Erfolg wird

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*