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Um 10: DAX nimmt Tempo auf – Apple, Japan und tiefe Zinsen treiben die Kurse

Der Deutsche Aktienindex hat es endlich geschafft: 19 Tage nach der Wall Street erreicht auch er sein Niveau vor dem Brexit-Referendum. Es ist ein Cocktail aus drei Faktoren, der heute für gute Stimmung am Parkett sorgt: Apple übertrifft die pessimistischen Prognosen und blickt optimistisch in die Zukunft, Japan schnürt ein weiteres Konjunkturpaket und über allem schwebt die Hoffnung, dass die Zinsen in den USA noch eine Weile sehr tief bleiben.

Heute Abend wissen wir zu letzterem Thema mehr. Die US-Notenbank muss den goldenen Mittelweg in einer Welt der zwei Geschwindigkeiten finden, das ist gar nicht so einfach. Vermutlich wird am Ende der Sitzung genauso wenig Klarheit über die Zinswende herrschen wie jetzt. Fakt ist: Die Zinswende findet bislang nur in den Köpfen statt. Der Weg zu einer zweiten Zinsanhebung scheint fern.

Das Nachholpotenzial des DAX gegenüber seinen US-Pendants wird immer höher. Allerdings spiegelt die verzögerte Kursreaktion auch die anhaltenden Probleme im europäischen Bankensektor und eine ungewisse Zukunft in der Causa Brexit wider. Deshalb stellt sich die Frage, ob globale Investmentfonds bald aus US-Aktien auch auf den europäischen Aktienmarkt diversifizieren werden. Derzeit halten sich die Fonds am deutschen Aktienmarkt noch zurück.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger


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