Um 5: DAX sucht die Richtung – Notenbanken halten sich zurück

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Wie erwartet gab es heute nichts Neues von der Europäischen Zentralbank. Alles bleibt vorerst wie es ist, weder Zinssätze noch die Parameter des Anleihekaufprogramms werden angetastet. Auch die wiederholten Beteuerungen, dass die EZB im Falle einer weiter nachlassenden Konjunktur und steigenden Risiken sich nicht davon abbringen lassen wird, die Anleihekaufprogramme auszuweiten, konnten keinen Anleger hinter dem Ofen vorlocken.

So war es nicht verwunderlich, dass der Deutsche Aktienindex außer ein paar nervösen Zuckungen am Nachmittag da weiter machte wo er morgens gestartet war – mit seinem Tanz um den Vortagesschluss. Einen Strich durch die Rechnung machte den Bullen am Vormittag die japanische Notenbank. Der Chef der Bank of Japan, Kuroda, beerdigte in einem Interview vorerst die Hoffnungen auf weitere radikale Stützungsmaßnahmen bis hin zu Helikoptergeld. Den DAX kosteten diese paar Worte knapp 80 Punkte.

Damit wird eines deutlich: Es ist immer noch nicht im Sinne der Investoren, wenn die Notenbanken erst einmal nur abwarten. Sie sind wie in den vergangenen Jahren noch immer auf den geldpolitischen Schmierstoff angewiesen. Kommt dieser nicht, sehen sie nicht viele Gründe für weitere Aktienkäufe.

Für den deutschen Aktienmarkt könnte vielleicht etwas Fantasie aus einem schwachen Euro kommen, der aktuell um die Marke von 1,10 US-Dollar kämpft. Aber noch sind die Widerstände auf dem aktuellen Kursniveau des DAX so groß, dass saisonbedingt schwächer werdende Umsätze nicht zu größeren Sprüngen taugen.

Ein Beitrag von Konstantin Oldenburger, CMC Markets, Frankfurt.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger


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