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Wenn die Herzarznei aufs Novartis-Gemüt drückt…

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis (WKN: 904278 / ISIN: CH0012005267) hat Bilanz gezogen. Diese fiel solide aus. Nur eines stört. Die Kosten für die Markteinführung des Herzmedikaments Entresto und die Umsatzeinbußen beim wichtigen Blutkrebsmittel Glivec schlagen zu Buche.

Der Nettoumsatz belief sich im demnach zweiten Quartal auf 12,47 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis belief sich derweil auf 2,09 Mrd. US-Dollar. Die operative Kerngewinnmarge ging bei konstanten Wechselkursen um 1,1 Prozentpunkte zurück. Dies war vor allem auf den Verlust der Exklusivrechte an Gleevec, Investitionen in Neue Produkte und den Wachstumsplan für den Augenheilkunde-Spezialisten Alcon zurückzuführen. Bei einem negativen Währungseffekt von 0,5 Prozent­punkten ergab sich ein Nettorückgang der operativen Kerngewinnmarge in US-Dollar um 1,6 Prozent­punkte auf 26,7 Prozent des Nettoumsatzes.

Novartis-Chef Joseph Jimenez kündigte zudem an, dass zusätzlich rund 200 Mio. US-Dollar in die Markteinführung von Entresto investiert werden sollen. Der schleppende Verkaufsstart von Entresto gilt als ein Hauptgrund für die Ertrags- und Kursschwäche des Konzerns. Mit Entresto wollen die Schweizer Umsatzausfälle beim Blutkrebsmittel Glivec kompensieren.

Chart: Ariva

Chart: Ariva

Mit fast gar nichts an Infos kam Novartis in Sachen Verkauf der Beteiligung am Rivalen Roche (WKN: 855167 / ISIN: CH0012032048) an den Tag. Es gebe nichts Neues, so die Aussage. „Wir haben gesagt, dass wir über einen Ausstieg nachdenken würden, wenn es eine Möglichkeit gibt, die Mittel in andere Geschäfte zu investieren, die Novartis potenziell helfen können, langfristig zu wachsen.“ Ganz einfach. Das ist es im Übrigen auch für Novartis-Aktionäre. Die Analysten von Vontobel bezeichnen vor diesem Hintergrund die Zahlen als „solide“ und bestätigen ihre „Hold“-Einschätzung mit Kursziel 75 CHF. Kurz gesagt: Einfach investiert bleiben. Ganz einfach…

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Bildquelle: Pressefoto Novartis


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