Kommt die Verstaatlichung der Hypo Real Estate doch schneller als gedacht?

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Die angeschlagene Hypo Real Estate sorgt auch in dieser Woche für Schlagzeilen. Nach Angaben des Handelsblatts hat Bundeskanzlerin Merkel die Verstaatlichung der HRE nicht mehr ausgeschlossen.

Sie wird mit den Worten zitiert „Außergewöhnliche Zeiten verlangten außergewöhnliche Maßnahmen“ und „Der Bund müsse die Kontrollmehrheit bekommen“. Und dabei hatte ich gedacht, dass es doch noch Vernunft in dieser Welt gibt, denn Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger hatte in einem Interview mit der Wirtschaftswoche eine Insolvenz nicht mehr ausgeschlossen und auch die Rettung um jeden Preis – also das was immer mit Systemrelevanz umschrieben wird – in Frage gestellt.

Die Begründung, warum Merkel die HRE unbedingt retten will ist abstrus: „International sei verabredet, dass keiner mehr eine Bank, die andere mitreißen könnte, insolvent gehen lasse. Der Staat müsse sich um die Hypo Real Estate kümmern. Ein Fall wie der Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers müsse verhindert werden.“

Das kommt einem Freibrief für alle Banker gleich… denn spätestens jetzt ist klar, keine Bank darf mehr fallen – um keinen Preis. Im Zweifel schütten wir einfach noch ein paar Milliarden über die Bänker aus. Willkommen im Bänker-Wunderland mit den Fässern ohne Boden. Das schöne ist ja, dass man heutzutage keine Druckerpressen mehr, sondern Geld quasi am PC erzeugt. Ansonsten hätte wenigstens Heideldruck was davon.

Der Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin erfreut sich übrigens immer größerer Beliebtheit: Nun schlupfte auch die Aareal Bank unter den Rettungsschirm. Zumindest bei den Anlegern kommt dies gut an, denn die Aktie gewinnt aktuell mehr als 14 Prozent.

Bei der Hypo Real Estate geht es übrigens erneut nach unten, die Notierung im Cent-Bereich also der Status Penny Stock dürfte bald erreicht sein. Aktuell notiert die Aktie noch über einem Euro.


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