Aktien oder Cash? Eine Frage der Herkunft

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die aktuelle Null- bzw. teilweise sogar Negativzinsphase bringt eigentlich jeden Anleger rund um den Globus in die Bredouille. Vor allem wir Deutsche leiden. Statt dem traditionellen deutschen Sparbuch oder Festgeld sind echte Alternativen gesucht. Doch wie man agiert, hängt stark damit zusammen, woher man kommt…

Sie meinen der letzte Satz sei etwas plakativ? Überhaupt nicht. Interessante Einblicke in das Anlegerverhalten der DACH-Region liefert die neue Studie „LGT Private Banking Report 2016“.

Sie basiert auf einer im Frühjahr 2016 durchgeführten repräsentativen Befragung vermögender Anleger aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Auffällig ist vor allem, dass gerade österreichische Anleger im Vergleich zu Schweizern und Deutschen besonders hohe Cash- und Anleihequoten halten. Dagegen findet man in den Depots Deutscher oder Schweizer signifikant höhere Aktienanteile.

Rohstoffe – weiterhin für viele Anleger ein heißes Eisen

Aus unserer Sicht ist die geringe Diversifikation mit den Anlageformen Cash, Aktien und Anleihen aber nicht so verkehrt. Alternative Anlagemöglichkeiten und Rohstoffe sind eben für viele Anleger ein heißes Eisen.

Das gilt erst recht, wenn sie in den Formen von Hedge-Fonds und Private Equity daher kommen. Allerdings sollte auch der größte Aktienfan Gold bitte nicht außen vor lassen. Die jüngsten Turbulenzen haben gezeigt:

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Gold ist wieder im Kommen

Gold ist allen Unkenrufen zum Trotz ein wichtiger Bestandteil für eine ausgewogenes Langfristdepot. Ein Edelmetall-Anteil von bis zu 10 Prozent verringert bei einem Depot mit dem Ziel des langfristigen Vermögensaufbaus die Schwankungsbreite des Depotwerts.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor, den viele Anleger inzwischen vergessen, wird im Rahmen der Renditebefragung der Studie deutlich:

Die Schweizer und die positive Rendite

Während die Schweizer Befragten im Jahr 2015 eine Performance von 2,1 Prozent erzielten, lag die Rendite in Deutschland bei 5,3 Prozent, in Österreich bei 3,1 Prozent. Der enttäuschte Renditewert der Schweizer dürfte vor allem mit der Entscheidung der Schweizer Notenbank zusammenhängen, den Franken nicht mehr an den Euro zu binden.

Die Folgen waren für viele Anleger in der Schweiz sofort zu sehen. Umso erstaunlicher, dass überhaupt eine positive Rendite erzielt werden konnte. Dennoch:

Währungseffekte sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen und entweder nur in ausgewählten Währungsräumen, bspw. Euro und US-Dollar, engagiert sein oder zusätzliche Währungsabsicherungen, bspw. durch Derivate vornehmen.

Aber der „Otto-Normal-Anleger“ dürfte mit Anlagen in der Eurozone bzw. in den USA ausreichend fündig werden. Entscheidend für den Erfolg ist dann natürlich auch immer noch die Besteuerung. Laut der Studie, sind hierbei die Österreicher besonders hart betroffen. Offenbar sind nur 7 Prozent damit zufrieden, wie in Österreich die Steuergelder verwendet werden.

Hierzulande regt sich zumindest niemand mehr lautstark über die Steuerpolitik auf. Aber der Wahlkampf beginnt ja auch erst – und das Lieblingsthema ist ja weiterhin an den Börsen der Brexit und dessen Folgen

In diesem Sinne,
Weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

P.S. Für Interessierte gibt es die besagte Studie hier zum nachlesen.

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