Before the Bell: DAX bleibt stabil über 5.600 Punkten, US-Futures mit Zugewinnen

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Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich nach den Zugewinnen an der Wall Street gestern, zur Wochenmitte erneut von seiner Schokoladenseite. Die Marke von 5.600 Punkte ist für den DAX derzeit kein Thema, die Blickrichtung ist klar wieder die 6.000er Marke. Optimismus kommt dabei einmal mehr von Seiten der Quartalszahlen. Das Thema Griechenland stumpft allmählich in seiner Bedrohlichkeit ab und man blickt wieder mit guter Laune auf die kommenden Monate.

Im Finanzbereich schaut man weiterhin sehr genau auf die Bilanzen, wenngleich die Zahlen zuletzt in der Mehrheit positiv überraschen konnten. Aus Deutschland überraschte heute die Handelsblatt-Meldung, dass die Deutsche Bank nun verstärkt einen Käufer für die BHF-Bank sucht. Das Bankhaus hatte man im Rahmen der Übernahme von Sal. Oppenheim mitübernommen. Da man gleichzeitig die Wettbewerber nicht stärken möchte, wird die Suche nach einem Käufer aber sehr schwer, denn nur wenige ausländische Banken sind noch nicht in Deutschland aktiv. Das Handelsblatt nennt zumindest nur die wenig bekannten Häuser LGT aus Liechtenstein, Sarasin aus der Schweiz und Macquarie aus Australien. Man darf gespannt sein, ob sich sobald ein Käufer findet.

Rheinmetall: Rüstung brumt, Automobilsparte erholt sich

Interessante Jahreszahlen für 2009 kamen heute vom Automobilzulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall. Im Umfeld der Krise konnte der MDAX-Konzern durch Kostensparmaßnahmen erneut einen Gewinn erzielen, wenn auch drastisch geringer als 2008. Besonders erfreulich ist dabei, dass sich die Automobil-Sparte erholen konnte, wenngleich das Rüstungsgeschäft weiter den Konzerngewinn dominiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wurde mit 15 Mio. Euro beziffert, nach 246 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz meldete man einen 12-prozentigen Rückgang auf 3,4 Mrd. Euro. Die Zahlen sind damit im Rahmen der Unternehmenserwartungen und leicht oberhalb der Analystenschätzungen ausgefallen. Damit wird das Unternehmen zumindest in Ansätzen seiner Kursverdopplung innerhalb des vergangenen Jahres gerecht. Allerdings sind allmählich faire Bewertungsrelationen erreicht. Zumal auch von der Dividendenseite her kein weiterer Push zu erwarten ist. Heute notiert die Rheinmetall-Aktie kaum verändert.

S&P 500: Charttechnik zeigt Aufhellung der Lage

Seitens der Charttechnik gibt es endlich wieder Positives zu vermelden. Nach dem Feiertag starteten die US-Börsen mit kräftigen Kursgewinnen in die Woche. Dabei kletterte der S&P 500 deutlich über die Widerstandszone im Bereich von 1.080 Punkten und schloss mit 1.095 Zählern erstmals seit dem 20. Januar über der 20-Tage-Linie.
Für eine endgültige Entwarnung ist es noch zu früh, aber immerhin hat sich die Lage ein wenig aufgehellt. Die nächste Widerstandszone hat der S&P nun aber unmittelbar vor der Brust. Die runde 1.100er-Marke und das letzte Zwischenhoch von Anfang Februar bei 1.105 Punkten formieren jetzt die nächste Hürde, die es zu überspringen gilt. Gelingt dies, könnte dies das Ende der Korrektur bedeuten. Falls nicht, muss man damit rechnen, dass die jüngste Schwäche weiter anhält.

US-Futures mit Zugewinnen

An der Wall Street stehen heute wieder einige sehr interessante Konjunkturdaten auf der Agenda. Neben den Wohnbaubeginnen und den Wohnbaugenehmigungen für Januar werden auch die Im- und Exportpreise für Januar, sowie Daten zur Industrieproduktion im Januar veröffentlicht. Bei den Quartalszahlen kommt heute ebenfalls neuer Schwung auf. Nachbörslich stehen hier u.a. die Bilanzen Applied Materials, Hewlett-Packard und Kinross Gold auf der Agenda. Die Futures notieren derweil fester. Der S&P500 gewinnt 0,5 Prozent und der NASDAQ 0,4 Prozent. In Frankfurt notiert der DAX bei 5.660 Punkten (+1,2 Prozent).


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