Schlussgong: Neues Allzeithoch bei Gold liegt seit heute bei 817 Euro je Unze

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An den Börsen geht es heute kräftig nach oben. Es scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Panik rund um die „Griechenland-Krise“ doch etwas übertrieben war. Die „Erleichterungsrally“ treibt die Aktienkurse in den USA und in Europa rund 1% in die Höhe.

Auch der Euro erholt sich vom Griechenland-Schock. 1 Euro kostet jetzt schon wieder 1,375 USD. Als Reaktion auf die USD-Schwäche legen die Rohstoff- und Edelmetallpreise deutlich zu.

Gold: Neues Rekordhoch auf Euro-Basis

Der Goldpreis hat heute die Marke von 1.100 USD je Unze mit Schwung übertroffen. Damit notiert das Edelmetall nur noch rund 100 USD unter dem Allzeithoch. Noch besser sieht es für Gold-Investoren in Europa aus.

Auf Euro-Basis wurde heute ein neues Allzeithoch erreicht: Zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinschaftswährung mussten mehr als 817 Euro für eine Unze Gold gezahlt werden.

Drei Gründe treiben den Goldpreis

Gleich drei Gründe treiben in diesen Tagen den Goldpreis: Kurzfristiger Preistreiber war heute die USD-Schwäche. Es gilt fast immer die Regel: Fällt der USD, dann steigt der Goldpreis. Heute war Gold wieder das ideale Gegengewicht zur US-Währung.

Hinzu kommen zwei strategische Gründe, die langfristig für Gold sprechen: Zum einen zeigen Länder wie Island oder Griechenland, dass auch in Europa ein Staatsbankrott zumindest denkbar ist. Fällt ein Staat, kann das leicht eine Kettenreaktion auslösen. Eskaliert die Lage, ist Gold sicherlich mit das beste Instrument, um das private Vermögen zu schützen.

Zum anderen wächst die Erkenntnis, dass die ausufernde Staatsverschuldung praktisch nur noch mit der Gelddruckmaschine finanziert werden kann. Das führt fast zwangsläufig zu steigenden Inflationsraten. Wobei ich kurzfristig nicht an eine Hyperinflation glaube. Panik ist also der falsche Ratgeber. Dennoch: In Inflationsphasen gehört Gold ebenfalls ins Depot.

Silber: Im Windschatten von Gold noch mehr Potenzial

Der heutige Goldpreis-Anstieg hat auch den Silberpreis beflügelt, der sogar überproportional zulegen konnte. Allerdings: In der Schwächephase zu Beginn des Jahres hatte Silber auch überdurchschnittlich verloren.

Auch das passt ganz gut in das Bild: Silber ist seit einigen Jahren fast eine Art Hebel-Instrument auf den Goldpreis. Früher, als Gold und Silber auch noch Funktionen im Währungssystem hatten, gab es relativ feste Relationen zwischen dem Silber- und dem Goldpreis.

Das hat sich aber in den vergangenen Jahrzehnten geändert. Der Silberpreis orientiert sich in der Grundrichtung noch immer am Goldpreis, zusätzlich jedoch auch an den Preisen für Industriemetalle. Da Silber sehr viele nützliche Eigenschaften hat, wird es in der Technologie- und Medizinbranche oft eingesetzt. Läuft die Konjunktur gut, wird mehr Silber verbraucht.

Silber: Das Edelmetall für die Trader

Die Berechnung des „fairen“ Silberpreises ist durch die Doppelfunktion Edelmetall/Industriemetall schwieriger geworden. Allerdings: Wenn Silber einen Aufwärts- oder Abwärtstrend gestartet hat, folgt oft eine sehr starke Bewegung. Für Trader ist Silber daher attraktiver als Gold.


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