Österreichische Post: Call-Option gezogen

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Bildquelle: Pressefoto Österreichische Post AG

Im Jahr 2013 hatte die Österreichische Post (WKN: A0JML5 / ISIN: AT0000APOST4) 25 Prozent der Anteile an dem türkischen Paketdienstleister Aras Kargo erworben. Bereits damals wurde eine Option vereinbart, die den Erwerb von weiteren 50 Prozent des Unternehmens im Laufe des zweiten Quartals 2016 ermöglicht. Die Österreichische Post hat diese Call-Option nun gezogen. Allerdings sind sich die Parteien noch nicht einig: Mit dem derzeitigen Mehrheitseigentümer, der Familie Aras, gibt es Auffassungsunterschiede hinsichtlich der Umsetzung des Optionsvertrages sowie der Bewertung der Anteile. Basierend auf einer „soliden Vertragsposition“ evaluiert die Österreichische Post daher nun alle Möglichkeiten zur Realisierung der vertraglichen Vereinbarung und wird die dafür erforderlichen Schritte in die Wege leiten.

Aras Kargo wäre zweifelsohne ein Filetstück: Mit einem 2015er-Jahresumsatz von rund 270 Mio. Euro sowie circa 72 Mio. Paketen und 40 Mio. Dokumenten pro Jahr ist der Konzern einer der führenden türkischen Paketdienstleister. Das Unternehmen ist seit über 30 Jahren im Paketgeschäft tätig und verfügt über einen Marktanteil von 27 Prozent. Aras Kargo konnte in den vergangenen Jahren überproportional vom Wachstum des türkischen Marktes profitieren und zweistellige jährliche Umsatzsteigerungsraten in lokaler Währung verzeichnen. Aras Kargo verfügt mit circa 820 Shops, 28 Verteilzentren und 3.500 Zustellfahrzeugen über ein flächendeckendes Netzwerk und beschäftigt rund 5.200 Angestellte.

Chart: Ariva
Chart: Ariva

Mit einem Turbo Long-Zertifikat (WKN: HV9LQ6 / ISIN: DE000HV9LQ61) von UniCredit onemarkets können Anleger darauf setzen, dass die Übernahme zustande kommt und der Post-Aktie positive Kursimpulse verleiht. Der Hebel, der natürlich in beide Richtungen wirkt, liegt bei 3,2. Sollte sich hingegen der leicht abwärts gerichtete Trend des Titels fortsetzen, sind Anleger bei einem Capped Bonus-Zertifikat (WKN: RC0D50 / ISIN: AT0000A1JAU7) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) besser aufgehoben. Das Papier generiert im September 2017 einen Ertrag von 17,2 Prozent, wenn das ATX-Mitglied bis zum Laufzeitende stets oberhalb von 24 Euro notiert. So tief stand der Aktienkurs schon seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Angesichts des komfortablen Risikopuffers von fast 20 Prozent verfügt das Bonus-Papier über ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Auch weniger risikobereite Anleger können
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Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Österreichische Post AG


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