Toller „Service“: Goldman Sachs „hilft“ Griechenland

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Die Neuigkeiten, die wir heute zum Thema Griechenland erfahren konnten, haben mich – gelinde gesagt – umgehauen. Wie die „New York Times“ berichtet, haben US-Banken dem griechischen Staat dabei geholfen, seine desolate Schuldensituation zu verschleiern. An erster Stelle steht dabei die US-Investmentbank Goldman Sachs. Aber auch JP Morgan Chase soll seine Finger im Spiel gehabt haben.

Goldman Sachs verschleiert den Schuldenberg

Dem Bericht zufolge haben die beiden amerikanischen Großbanken über einen Zeitraum von rund 10 Jahren der griechischen Regierung geholfen, ihren gigantischen Schuldenberg zu verschleiern. Durch komplexe Finanzkonstrukte – eigens zurechtgeschneidert von Goldman Sachs, der weltgrößten Investmentbank. Was für ein großartiger „Service“!

Milliardenkredite wurden als Währungsgeschäfte getarnt

Das soll laut der „New York Times“ so gelaufen sein: Goldman Sachs gewährte Griechenland Milliardenkredite, die jedoch als Fremdwährungstransaktionen getarnt waren und somit nicht in der Schuldenbilanz auftauchten. Auf diese Weise konnte Griechenland weiter über seine Verhältnisse leben, ohne die EU-Stabilitätskriterien zu verletzen. Bereits vor dem Beitritt Griechenlands zur Europäischen Währungsunion wurden diese krummen Geschäfte durchgezogen. Nur deshalb war Griechenland überhaupt dabei.

Goldman Sachs kassierte 300 Mio. Dollar

Im Gegenzug hat der griechische Staat künftige Einnahmen, beispielsweise aus Flughafengebühren und Lotterien, an Goldman Sachs abgetreten. Für den „Service“ soll Griechenland 300 Mio. Dollar an Goldman Sachs gezahlt haben. Und weil das clevere Geschäftsmodell so gut funktionierte, soll Goldman Sachs diesen Service auch Italien angeboten haben. Ich bin gespannt, was da noch kommt…

Mehr als nur ein Kavaliersdelikt…

Alle Achtung, kann ich da nur sagen. Was sich Goldman Sachs da erlaubt hat, sprengt nun wirklich den Rahmen. Staatshilfen kassieren und nur wenige Monate später fette Boni auszahlen, hatte ja auch schon ein „Gschmäckle“. Aber das?! Mit diesen krummen Deals hat Goldman Sachs es Griechenland erst möglich gemacht, seine Schulden zu verschleiern und so den Beitritt zur Eurozone zu „ergaunern“. Die aktuelle Euro-Krise geht zu einem guten Teil auf das Konto der größten Investmentbank der Welt. Das ist für mich mehr als nur ein Kavaliersdelikt, sondern ein handfester Skandal! Offen gestanden wundere ich mich doch sehr, dass ich bisher noch von keinem unserer hochrangigen Politiker ein Statement zu dieser Sache gehört habe…


2 KOMMENTARE

  1. Ich finde es unmöglich, dass so etwas geschehen kann und konnte. Dass jetzt der Haushalt von Griechenland unter Zwangsverwaltung gestellt wird ist die eine Sache, die andere Sache ist, wo zur Hölle waren denn unsere Politiker damals, als sie Griechenland in die EU gelassen haben? Tragen die nicht eine gewisse Mitschuld? Ich glaube schon.

  2. Nun ja man sollte in der Hinsicht nicht nur auf die Politik schimpfen, denn offenbar wurden die Daten ja absichtlich gefälscht und zwar so, dass niemand die Echtheit der Daten hinterfragt. Vielleicht kann jetzt ja Eurostat hier Klarheit bringen, wie die Lage in Griechenland wirklich ist.

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