Alles Bre(x)it, oder was?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Man muss das ja mal klar sagen: STIMMT BITTE ENDLICH AB UND LASST UNS DANN in Europa wieder zur Tagesordnung kommen. Zumindest an den Börsen. Dass je nach Ergebnis des Brexit-Referendums dann Angie & Co medial durchdrehen – Verzeihung „sich äußern“ – das ist klar. Aber an den Börsen? Die Abschläge der letzten Wochen zeigen doch auf. Das Brexit-Thema ist schon halbwegs eingepreist. Ich verweise in diesem Zusammenhang nur mal auf das andere EU-Lieblingsthema „Grexit“. Crash? Nö, da war keiner…

Interessant sind in diesen Tagen die zahlreichen Kommentare zum Thema Brexit. Einen – in seiner sehr kompakten Sichtweise – fand ich besonders gut.

Durch einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU sind eine merkliche Verlangsamung der Weltwirtschaft und damit verbundene schlechtere Aussichten für die weltweiten Aktienmärkte nicht zu erwarten. Zu dieser Einschätzung gelangt die auf Honorarberatung spezialisierte Berliner quirin bank AG. Weiter heißt es da:

Kurzfristig könnte ein Votum für den Brexit die Unsicherheit im Markt verstärken. Denn sollten die britischen Wähler sich tatsächlich für ein Verlassen der EU entscheiden, würde dies zunächst einmal einen langwierigen und schwierigen Verhandlungsprozess einleiten. Das Verlassen der EU ist keinesfalls kurzfristig möglich. Viele Fragen wären zu klären und müssten am Verhandlungstisch sondiert werden. Für die Briten geht es dabei vor allem darum, so viele Privilegien wie möglich beim Zugang zum größten Binnenmarkt der Welt zu erhalten und sich gleichzeitig so wenige unliebsame europapolitische Bedingungen hierfür einzuhandeln wie nötig. „Ein solch langwieriger Prozess mit ungewissem Ausgang produziert aus Sicht der Finanzmärkte vor allem eines, nämlich Unsicherheit“, kommentiert man bei der Bank.

Dies könnte kurzfristig zu stärkeren Marktschwankungen führen. Verstärkt würde eine solche Unsicherheit noch durch die zunächst zu erwartenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen. Allerdings sind die tatsächlichen konjunkturellen Konsequenzen eines „Ja“ zum Brexit überaus schwer einzuschätzen. Absehbar ist jedoch, dass das Vereinigte Königreich aufgrund der hohen Abhängigkeit der britischen Wirtschaft von den europäischen Partnern in erster Linie selbst negativ betroffen wäre: Während nur etwa zehn Prozent der EU-Exporte nach Großbritannien gehen, entfallen gut 50 Prozent der Exporte Großbritanniens auf die EU. Die unmittelbaren Effekte auf die Wirtschaft Großbritanniens wären somit aller Voraussicht nach deutlich spürbarer als die umgekehrte Wirkung auf die EU. „Die Horrorszenarien, die seit Monaten im Zusammenhang mit der Brexit-Entscheidung an die Wand gemalt werden, sind deutlich überzogen“, so die klare Aussage von Seiten der quirin bank.

Was also machen? Aktien verkaufen – nur wegen einer Abstimmung? Da hätte dann ein Aktionär den SINN eines Engagements bei einem börsennotierten Unternehmen komplett nicht verstanden. Das sage ich wohlgemerkt als Gold-Anleger und Fan des Edelmetalls. Es wird doch bitte kein Mensch mit Verstand ernsthaft sein Depot ausräumen, nur weil da irgendwelche Menschen, die Fleisch mit Pefferminzsauce lieben, meinen, sie müssten über ihr eigenes wirtschaftliches Schicksal abstimmen. Nicht ernsthaft, oder?

By the Way: Gold hat diese Woche ein neues 12-Monats-Hoch markiert. GD200 sieht Weltklasse aus. Zweistellig drüber. Auf Sicht von 6 Monaten hat Gold über 20 Prozent gemacht. Also: Cool bleiben, die Gold-Position im Depot wird schon ein wenig die Verluste bei den eigenen Aktien-Positionen ausgleichen. Und dann wird es auch was mit dem langfristigen Vermögensaufbau.
In diesem Sinne, God save the Queen!

take care,
Euer Goldfinger

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