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Fuchs Petrolub: Nur einer von vielen Dividendenstars aus dem MDAX

Bei ihren Investments an der Börse konzentrieren sich Anleger gerne auf die großen, bekannten Blue Chips. Allerdings können noch größere Renditechancen in der zweiten oder sogar in der dritten Reihe lauern. Die Researchplattform DividendenAdel hat nun die Dividendenpolitik der MDAX-Unternehmen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der MDAX auch in der Dividendenentwicklung mittlerweile mit den Großen mithalten kann.

„Was die Performance angeht, läuft der MDAX dem DAX ja schon länger den Rang ab. In den letzten fünf Jahren legte der MDAX um rund 80 Prozent zu, der DAX dagegen lediglich um etwa 30 Prozent. Aber auch mit Blick auf die Dividenden ist es schade, dass viele Anleger nach wie vor fast ausschließlich auf den DAX gucken“, sagt Christian Röhl, Dividendenexperte und Gründer von DividendenAdel.

Laut Analyse schütten immerhin 35 der 50 MDAX-Unternehmen mehr Dividende aus als 2015. Mit Leoni und RTL kürzten lediglich zwei Gesellschaften ihre Gewinnausschüttung und nur bei drei AGs – Bilfinger, Wincor Nixdorf und Zalando – gehen die Aktionäre gänzlich leer aus. Die meisten Dividendenanhebungen in Serie weist Fuchs Petrolub auf (14), gefolgt von Fielmann (11) und CTS Eventim (8). Mit Rhön Klinikum, Südzucker, Rheinmetall, Hugo Boss, Fuchs Petrolub und Jungheinrich zahlen sechs Unternehmen seit mindestens einem Vierteljahrhundert ununterbrochen Dividende. Weitere 13 Gesellschaften können immerhin auf ein Jahrzehnt ohne Dividendenausfall zurückblicken, heißt es weiter.

Echter Dividendenadel (Dividende mindestens zehn Jahre in Folge nicht gesenkt):

–    Fuchs Petrolub (16)
–    Deutsche Euroshop (15)
–    Axel Springer (14)
–    Fielmann (14)
–    Fraport (13)
–    CTS Eventim
–    MTU Aero Engines (je 11)

Auf dem Sprung in den Adelsstand ist Symrise (9).

Den Spitzenplatz beim Dividendenwachstum über zehn Jahre hat laut DividendenAdel-Angaben die GEA Group inne mit einem durchschnittlichen Wachstum von 23 Prozent p.a. Gefolgt von Fuchs Petrolub und DMG Mori mit 22 Prozent p.a. bzw. 20 Prozent p.a.

Anlässlich der MDAX-DividendenAdel-Analyse wollen wir von den Börsenbloggern in einer Serie in den kommenden Tagen einen genaueren Blick auf die einzelnen Dividendenstars aus der zweiten deutschen Börsenliga werfen. Den Anfang macht dabei heute der Mannheimer Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub (WKN 579043).

Obwohl das Unternehmen zuletzt mit einigen Übernahmen aufgefallen ist, will man sich nun ganz besonders auf das organische Wachstum konzentrieren. Allerdings dürften die übernommenen Geschäfte zunächst einmal die Margen ein wenig belasten. Das heißt jedoch nicht, dass die Anteilseigner darunter leiden müssen. Die Analysten sehen für die kommenden Jahre im Schnitt Dividendenrenditen von knapp 3 Prozent. Dafür ist die Aktie von Fuchs Petrolub trotz der diesjährigen Kursschwäche mit einem 2017er-KGV von 18 nicht gerade günstig.

Chart: Ariva

Chart: Ariva

Zudem fiel die Performance im Vergleich zum MDAX eher bescheiden aus. Während das Barometer insgesamt seit Jahresanfang 2016 knapp 6 Prozent im Minus ist, liegt der Kursverlust der Fuchs-Anteilsscheine bei rund 20 Prozent. Wie gut, dass es die Dividenden als Trostpflaster gibt. Außerdem kann sich die langfristige Kursperformance mehr als nur sehen lassen, so dass zwischenzeitliche Kursrücksetzer als Einstiegsgelegenheit dienen.

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Bildmaterial © copyright FUCHS PETROLUB AG


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