KUKA: Midea-Angebot annehmen oder nicht?

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Bildquelle: Pressefoto KUKA AG

Jetzt ist es raus, das Übernahmeangebot von Midea für den Roboterhersteller KUKA (WKN 620440). Die Frage ist nun: Soll ein Aktionär das Angebot annehmen oder nicht?

Wie bereits im Vorfeld kolportiert, werden 115,00 Euro je KUKA-Aktie in bar geboten. Aktionäre haben vier Wochen Zeit, das Angebot anzunehmen oder nicht. Wichtig zu wissen: Midea hat die bereits zuvor angekündigten Zusagen bekräftigt. Konkret bekennt sich Midea unter anderem dazu, KUKA bei der Umsetzung der bestehenden Strategie zu unterstützen und weiteres Wachstum zu fördern, das geistige Eigentum zu respektieren, sowie den Hauptsitz und die derzeitige Belegschaftsstärke zu erhalten. Auch wird kein Beherrschungsvertrag und kein Delisting angestrebt. Damit zeigen sich die in der Politik vorhandenen Ängste vor einem Technologieabfluss nach China eigentlich als überflüssig an.

Chart: Ariva
Chart: Ariva

Für KUKA-Aktionäre stellt sich die Frage: Gebe ich die Anteile an Midea ab, oder warte ich auf einen weißen Ritter? Mit ABB (WKN 919730) wird zumindest ein weiterer Branchenriese als Kandidat gehandelt. Aber dort hält sich die Begeisterung in Grenzen. Zu teuer und nicht in das Konzept passend, sei KUKA. Eine Übernahmeschlacht zeichnet sich also nicht ab. Das erklärt auch, warum der KUKA-Aktienkurs bisher nicht auf die angebotenen 115 Euro gestiegen ist.

Da es bisher nicht danach aussieht, dass Midea KUKA komplett übernehmen wird, haben Aktionäre durchaus die Chance weiterhin vom Erfolg von KUKA zu profitieren. Der Kurssprung der Aktie seit der Übernahme fällt dabei im langfristigen Aufwärtstrend kaum ins Gewicht. Die KUKA-Aktie lief bereits davor sehr gut. Das dürfte sich angesichts des Trends Industrie 4.0 auch nicht ändern. Roboter werden weiter gebraucht, erst recht in der Qualität von KUKA. Am Ende dürfte Midea ein starker Ankeraktionär sein, der zumindest weitere Übernahmephantasien bei KUKA ausbremst. Wichtig zu wissen: Nach dem Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle und dem Auslaufen der Übernahmeofferte, kann Midea weiter zukaufen, ohne eine allgemeine Offerte an alle Aktionäre anbieten zu müssen.

Letztlich ist die Frage nach der Annahme oder Ablehnung der Offerte also ganz von den eigenen Präferenzen abhängig. Setzt man auf die KUKA-eigene Stärke (und damit einhergehend weitere Kurssteigerungen) oder erwartet man mit der Offerte bei 115 Euro ein langfristiges Hoch.

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Bildquelle: Pressefoto KUKA AG


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