Schlussgong: US-Investoren greifen in der Schwächephase zu – Münchener Rück und P&I auf der Kauf-Liste

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Nach einem guten Start in den letzten Handelstag der Woche sind die meisten Aktienindizes ins Minus gerutscht. Heute war allerdings nicht die „Griechenland-Krise“ der Belastungsfaktor Nr. 1.

Die chinesische Zentralbank hat überraschend angekündigt, dass die Geschäftsbanken höhere Einlagen bei der Zentralbank halten müssen. Damit wird dem Markt Liquidität entzogen. Der Spielraum für neue Kredite wird kleiner.

China hat diesen Schritt unternommen, um mögliche Spekulationsblasen zu bekämpfen. Die Investoren außerhalb Chinas haben dagegen enttäuscht reagiert, da ein sehr kräftiges Wachstum in China die Weltwirtschaft anschieben sollte. Die chinesische Konjunkturlokomotive wird jetzt nicht mehr ganz so stark unter Dampf stehen. Das reichte einigen Investoren als Begründung für Verkäufe.

Buffett stockt bei der Münchener Rück auf 5% auf

Gegen den Trend wandern in diesen Tagen aber auch hohe Dollar-Beträge in ausgesuchte deutsche Werte. Für die Schlagzeile des Tages sorgte Mal wieder die amerikanische Investoren-Legende Warren Buffett.

Buffett hat seine Beteiligung am Rückversicherungskonzern Münchener Rück von 3 auf 5% aufgestockt. Damit ist Buffett jetzt der größte Einzelaktionär beim DAX-Konzern. Diese Position könnte sogar schon bald weiter ausgebaut werden. Buffett hat sich zusätzlich Optionen auf rund 2% der Aktien gesichert. Im März kann der US-Investor entscheiden, ob er bei der Münchener Rück auf 7% aufstockt.

Aktie ein Kauf: Niedrige KGV-Bewertung und hohe Dividenden-Rendite

Das wäre dann langsam eine Größenordnung, die spannend wird. Immerhin ist Buffett auch bei den Münchener-Rück-Konkurrenten General Re und Swiss Re an Bord. Die Zentrale der globalen Rückversicherungsbranche liegt bald in Omaha, dem Hauptquartier von Buffett.

Die Aktie der Münchener Rück hat noch nicht sonderlich stark auf den Buffett-Einstieg reagiert und pendelt zwischen 105 und 110 Euro. Angesichts der niedrigen KGV-Bewertung von unter 10 und der hohen Dividenden-Rendite von über 5% bleibt die Aktie ein klarer Kauf-Kandidat für langfristige Investoren. Der Buffett-Einstieg ist zusätzlich eine Art „Ritterschlag“.

Carlyle greift nach deutscher Nebenwerte-Pele P&I

Nicht um Milliarden-, aber immerhin um hohe Millionensummen geht es bei der zweiten Meldung des heutigen Tages.

Die Carlyle Group, die zu den größten amerikanischen Finanzinvestoren gehört, wird den Aktionären der P&I Personal und Informatik AG (WKN 691340) ein Übernahmeangebot unterbreiten. Das hat der Finanzinvestor, der bereits Großaktionär bei P&I ist, heute mitgeteilt.

Seit Erst-Empfehlung 230% im Plus

Der Depot-Optimierer hat das Potenzial der P&I AG frühzeitig erkannt und die Aktie bereits bei einem Kursniveau von knapp 7,50 € zum Kauf empfohlen. Wer dieser Empfehlung gefolgt ist, kann sich bisher – inklusive der erhaltenen Dividenden – über ein sattes Plus von über 230% freuen.

Wie profitabel die Nebenwerte-Perle P&I auch in der Konjunkturkrise ist, wurde erst gestern bei der Vorstellung der 9-Monats-Zahlen für den Zeitraum 01.04.2009 bis 31.12.2009 wieder bestätigt. Trotz Wirtschaftskrise ist es P&I gelungen, Umsatz und Gewinn weiter zu steigern.
Offensichtlich Grund genug für Carlyle, jetzt schnell zuzugreifen, bevor der Aktienkurs weiter steigt.

Pokerpartie um Übernahmepreis beginnt

Carlyle wird wahrscheinlich ein relativ niedriges Erstangebot im Bereich von 17 bis 18 € unterbreiten. Das wird für eine vollständige Übernahme aber nicht reichen. Am Börsenparkett werden gerüchteweise Preise von bis zu 25 € je Aktie genannt. Das dürfte aber angesichts der aktuellen Marktstimmung etwas zu optimistisch sein.

Der fundamental angemessene Wert der P&I-Aktie liegt aus meiner Sicht bei rund 20 €. Für einen Neueinstieg ist es dagegen etwas spät, da die Aktie bereits bei 19 € notiert.


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