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Um 10: DAX rutscht unter 10.000 Punkte – Brexit-Risiko wird eingepreist

Die jüngsten Umfragewerte in Großbritannien deuten daraufhin, dass die Befürworter eines Brexit Rückenwind bekommen haben. Wenn sich die Börsen bislang relativ stabil im Vorfeld der Abstimmung präsentiert haben, nun preisen sie das Risiko in die Kurse ein.

Der Deutsche Aktienindex fällt zum Handelsstart erneut unter die Marke von 10.000 Punkten, ein weiteres Mal hat die nachhaltige Überwindung dieser Hürde nicht geklappt. Damit steigt auch das Risiko wieder, dass der Index zunächst die Marke von 9.500 Punkten anvisiert. Die unsichere fundamentale Gemengelage könnte kaum gefährlicher sein.

Bislang hatte die mögliche Verschiebung der Zinswende in den USA die Anleger bei Laune gehalten. Auch dieser Impuls hat seine Wirkung nun verloren. Zumindest zu diesem Thema will man in der kommende Woche mehr erfahren, wenn die US-Notenbank tagt.

Eine Woche später dann die Brexit-Abstimmung, das ist wahrlich keine Zeit für neue Engagements am Aktienmarkt. Auch wenn vielerorts schon wieder Anlagenotstand herrscht, abwarten könnte in den kommenden Handelstagen die billigere Variante sein. Erst recht vor dem Wochenende will niemand wirklich im großen Stil Long-Positionen bei Aktien aufbauen. Stattdessen steigt der Goldpreis weiter, der sichere Hafen ist in unsicheren Zeiten wieder gefragt.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger


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