Um 10: DAX startet ohne positive Impulse – Warten auf EZB und OPEC

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Die Anleger am deutschen Aktienmarkt könnten heute zwischen die Fronten geraten. Ihr Blick ist gleich zwei Mal in die österreichische Hauptstadt gerichtet. In Wien treffen sich sowohl die Vertreter der Europäischen Zentralbank als auch des Öl-Kartells OPEC.

Zum Handelsstart ist deshalb weiterhin Zurückhaltung angesagt. Die Gewinnmitnahmen aus den vergangenen zwei Tagen gehen zunächst weiter. Größere Neuengagements, die die Börsen aus ihren Seitwärtstrends lösen könnten, bleiben gerade vor den nächsten wichtigen Juni-Terminen US-Notenbanksitzung und Brexit-Entscheidung aus. Somit spricht jetzt viel für die Fortsetzung der Seitwärtsbewegung an den Börsen, was für den Deutschen Aktienindex die Range zwischen 9.800 und 10.200 Punkten bedeuten würde.

Die OPEC könnte ganz neue Töne anschlagen, jetzt wo der Iran seine Ölförderung auf das Vorsanktionsniveau angehoben hat. Hinweise der OPEC auf eine Begrenzung der Fördermengen könnten den Ölpreis über die 50-Dollar-Marke treiben. Saudi Arabien wirbt um einen wieder engeren Zusammenhalt der OPEC. Unter saudischer Führung könnte sich die OPEC für eine Fördermengenbegrenzung zusammen mit den Russen in wenigen Wochen in Stellung bringen.

Die EZB-Sitzung hat jetzt schon ihren Schrecken verloren. Die Daten weisen in die Richtung der EZB-Ziele. Mario Draghi dürfte nicht an irgendwelchen Turbulenzen an den Finanzmärkten interessiert sein und deshalb auch keine verbalen Interventionen in irgendeine Richtung unternehmen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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