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Voestalpine: In der „Stahlwelt“ einen ATX-Konzern im Wandel erleben

Als deutscher Anleger verbindet man den ATX-Riesen Voestalpine (WKN 897200) nach wie vor zu Unrecht ausschließlich mit dem Stahlsektor. Doch mit dem schmutzigen Image eines Stahlkochers haben die Linzer längst nichts mehr gemein. Das werden auch die morgigen Zahlen wieder einmal zeigen.

Wer einmal große Industriestädte im Ruhrgebiet oder die Chemiemetropolen Ludwigshafen und Leverkusen besucht hat, wird sich unter Linz ähnliches vorstellen. Doch die Heimat der Linzer Torte hat spätestens seit 2009, als Linz Europäische Kulturhauptstadt war, den Ruf als Industriestadt verloren. Entscheidend dafür war auch die Einrichtung der „voestalpine Stahlwelt“ – einer sehr spannenden und informativen Schau rund um die Geschichte und Zukunft des Werkstoffs Stahl und der Geschichte von Voestalpine. Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall! Mehr Infos dazu unter voestalpine.com/stahlwelt/

Bildquelle: Pressefoto © voestalpine

Voestalpine ist europäischer Marktführer für Schienen und Weltmarktführer für Weichen

Da heute der Gotthard-Basistunnel eröffnet wird, lohnt sich ein Blick hierauf: Voestalpine ist nämlich maßgeblich am Erfolg beteiligt. Als Lieferant für alle 43 benötigten Hochleistungsweichen samt Antriebs-, Stell-, Verschluss- und Überwachungssystem sowie 18.000 Tonnen 120 Meter lange Schienen steht Voestalpine für den Erfolg dieses Jahrhundertprojekts. Ein Beitrag des ORF dokumentiert das sehr eindrucksvoll.

Somit wird auch wieder einmal deutlich: Voestalpine ist kein klassischer Stahlkonzern mehr, sondern ein hochinnovativer Technologiekonzern. Dieser wird übrigens am morgigen Donnerstag die ausführlichen Zahlen zum Geschäftsjahr 2015/16 veröffentlichen. Der Webcast der Pressekonferenz ist ab 10 Uhr unter www.voestalpine.com/streaming abrufbar.

Chart: Ariva

Chart: Ariva

Analysten blicken derweil uneinheitlich auf die Zahlen. Während die Erste Group zwar saisonal verbesserte Ergebnisse erwartet, allerdings davon ausgeht, dass die Nachfrage aus dem Energie-Sektor schwächer ausfallen wird und außerdem der niedrigere Stahlpreis zu geringeren Gewinnen im Stahlsegment führen wird, ist die Berenberg Bank optimistischer. Schließlich sei die Voestalpine das bestgeführte Stahlunternehmen in den EU und profitiere vom starken Momentums in der EU-Autoindustrie. Beide Analysten stufen die Aktie mit „Hold“ ein und sehen ein Kursziel von 33 Euro (Erste Group) bzw. 34 Euro (Berenberg). Warten wir also die Zahlen morgen ab.

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Bildquellen: Pressefoto © voestalpine


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