Deutsche Wohnen, Schaeffler, Grenkeleasing: Chancenreiche Indexkandidaten

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Am 3. Juni trifft in Frankfurt wieder der Arbeitskreis Aktienindizes zusammen, um über die Zusammensetzungen der deutschen Auswahlindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX zu beraten. Eine reguläre Überprüfung steht dieses Mal zwar nur für den SDAX an, in allen anderen Auswahlbarometern kann es auf Basis der strengeren „Fast-Entry- und Fast-Exit-Regeln“ aber ebenfalls Änderungen geben. Bekannt gegeben werden etwaige Änderungen von der Deutschen Börse noch am selben Abend nach dem US-Handelsschluss. Die Umsetzung erfolgt zum 20. Juni. Clevere Anleger bringen sich aber schon jetzt in Stellung. Denn die Änderungen bewegen viel Geld: Indexfonds (ETFs) müssen die Wechsel vielfach eins zu eins nachvollziehen. Daher kommt es bei den späteren Aufsteigern oftmals vor dem tatsächlichen Wechsel zu Kursgewinnen.

Am 3. Juni trifft in Frankfurt wieder der Arbeitskreis Aktienindizes zusammen, um über die Zusammensetzungen der deutschen Auswahlindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX zu beraten. Eine reguläre Überprüfung steht dieses Mal zwar nur für den SDAX an, in allen anderen Auswahlbarometern kann es auf Basis der strengeren „Fast-Entry- und Fast-Exit-Regeln“ aber ebenfalls Änderungen geben. Bekannt gegeben werden etwaige Änderungen von der Deutschen Börse noch am selben Abend nach dem US-Handelsschluss. Die Umsetzung erfolgt zum 20. Juni. Clevere Anleger bringen sich aber schon jetzt in Stellung. Denn die Änderungen bewegen viel Geld: Indexfonds (ETFs) müssen die Wechsel vielfach eins zu eins nachvollziehen. Daher kommt es bei den späteren Aufsteigern oftmals vor dem tatsächlichen Wechsel zu Kursgewinnen.

Spannend wird es im Juni vor allem in Börsenliga zwei, dem MDAX. Indexexpertin Sophia Wurm von der Commerzbank erwartet, dass Wincor Nixdorf aufgrund der laufenden Übernahme durch Diebold aus dem Index fliegen wird. Als Anwärter Nummer eins auf diesen Platz gilt Schaeffler (WKN SHA015). Die Aktie des Automobilzulieferers wird schon seit längerer Zeit als Kandidat für den Aufstieg gehandelt. Anleger setzen mit einem Mini Future Bull-Zertifikat (ISIN DE000HU1XQU0) von UniCredit onemarkets auf positive Kursimpulse.

Daneben hält Analystin Silke Schlünsen von Oddo Seydler einen weiteren Wechsel für möglich: Grenkeleasing (WKN A161N3) könnte für den Maschinenbauer DMG Mori (WKN 587800) aufrücken. Der IT-Leasingspezialist hat im ersten Quartal die Basis für ein erfolgreiches Geschäftsjahr gelegt. Der Konzerngewinn ist um 22 Prozent auf 22,5 Mio. Euro geklettert. Die prognostizierte Gewinnspanne für das Gesamtjahr liegt bei 93 bis 98 Mio. Euro. Dabei dürfte noch etwas Luft nach oben sein. Deshalb und aufgrund der Indexphantasie können Anleger in einen Mini Long (ISIN DE000PB5KLS6) von BNP Paribas einsteigen. Das Papier bildet Kursgewinne der Aktie mit einem Hebel von 3,4 ab.

Im Herbst wird es dann im DAX spannend. Denn die anstehende Aufspaltung von RWE (WKN 703712) könnte die oberste deutsche Börsenliga durcheinander wirbeln. Die Versorgeraktie erfüllt die Voraussetzungen bezogen auf die Marktkapitalisierung schon jetzt nicht mehr. Wenn es zum avisierten Spin-off kommt, dürfte der Platz im DAX nicht mehr zu halten sein. Zur Erinnerung: Um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, will der angeschlagene Energiekonzern sein Geschäft mit erneuerbaren Energien, den Vertrieb und die Netze, in eine neue Gesellschaft ausgliedern. Die RWE AG wird operativ nur noch für den Großhandel sowie das notleidende bisherige Kerngeschäft, die konventionelle Stromerzeugung, zuständig sein.

Ersatzkandidat Nummer eins für RWE ist Deutsche Wohnen (WKN A0HN5C). Nach dem Vonovia-Konzern, der im vergangenen Herbst das Chemieunternehmen Lanxess aus dem DAX verdrängt hatte, wäre Deutsche Wohnen die zweite Immobiliengesellschaft in der obersten deutschen Börsenliga. Deutsche Wohnen hat im vergangenen Jahr mit 1,2 Mrd. Euro gut ein Drittel mehr verdient als im Vorjahr. Für 2016 erwartet der Immobilienkonzern einen Zuwachs des operativen Gewinns (FFO 1) auf mindestens 360 Mio. Euro. Das wäre rund ein Fünftel mehr als 2015. Solange der Immobilienboom anhält, dürfte wohl auch die Aktie ihre Klettertour fortsetzen. Mit einem Turbo Long-Zertifikat von der Erste Group Bank sind Anleger mit einem Hebel von aktuell gut 3,4 dabei (ISIN AT0000A1CC08).

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

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