Before the Bell: DAX hält sich stabil, US-Futures deuten auf kräftige Erholung hin

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Die deutschen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstag mit ruhigen Tendenzen. Im Zuge der schwachen US-Vorgaben hielten sich viele Anleger zurück. Zumal auch von Seiten der Verbraucherpreisentwicklung im Januar und der Außenhandelsstatistik 2009 keine Impulse kamen. Bei den Unternehmensmeldungen glichen sich positive und negative Meldungen meist aus.

DOUGLAS überrascht mit Umsatz- und Ergebnisplus

Überraschend positive Zahlen kamen heute aus dem Einzelhandel, genauer von DOUGLAS. Der Konzern, der vor allem durch seine gleichnamige Parfümeriekette und den Buchhändler Thalia bundesweit bekannt ist, konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 ein Umsatzplus von 0,5 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro verbuchen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg von 133 Mio. Euro auf rund 142 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss wiederum erhöhte sich von 88 Mio. Euro auf 96 Mio. Euro, weshalb das Ergebnis je Aktie von 2,25 Euro auf 2,45 Euro anstieg. Trotz des guten ersten Quartals hält DOUGLAS an seinem bisherigen Ausblick fest. So geht der Vorstand laut Pressemitteilung weiterhin davon aus, ein Umsatzwachstum zwischen 0 bis 2 Prozent zu erzielen. Die Erwartung für das operative Ergebnis vor Steuern liegt bei 120 bis 130 Mio. Euro. Insgesamt werden die Zahlen am Markt aber sehr positiv eingeschätzt, was sich auch am heutigen Kursanstieg von zeitweise fast 4 Prozent ablesen lässt. Besonders die positive Überraschung in Gestalt des Weihnachtsgeschäfts sorgt für gute Laune, zeigt es doch auch, dass der Konsum in Deutschland trotz Krise stabil ist. Mit diesen Zahlen im Hintergrund dürfte die Aktie ihren seit Sommer andauernden Aufwärtstrend fortsetzen und nun auch wieder die 40-Euro-Marke in Angriff nehmen.

UBS profitiert von Erfolg des Sparprogramms

Die Schweizer Großbank UBS konnte im vierten Quartal vom Erfolg ihres Sparprogramms profitieren. Daneben halfen auch Sondereffekte wie eine Steuergutschrift, dass der Finanzkonzern wieder schwarze Zahlen schreiben konnte. So belief sich der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn auf 1,21 Mrd. CHF, gegenüber einem Verlust von 9,56 Mrd. CHF im Vorjahreszeitraum. Auf Gesamtjahressicht mussten weiterhin Verluste von 2,74 Mrd. CHF ausgewiesen werden, nach einem Verlust von 21,29 Mrd. CHF im Jahr 2008. Daher wurde auch keine Dividendenzahlung angekündigt. Der Ausblick fiel wiederum trotz der anhaltenden Mittelabflüsse optimistisch aus. So erwartet die Großbank für die Zukunft durch verbesserte operative Effizienz, weiteren Risikoabbau sowie einen Neuaufbau und Neuausrichtung der Geschäfte positive Auswirkungen. Zudem konnte das Investmentbanking bereits von niedrigeren Wertberichtigungen profitieren. Am Markt werden die Zahlen allerdings kritisch gesehen. Das Handelsblatt hob hier vor allem die schwindende Akzeptanz bei den Kunden hervor. Die UBS-Aktie verliert derzeit in Frankfurt 1,7 Prozent.

US-Futures deuten auf kräftige Erholung hin

An der Wall Street stehen auch heute wieder die Quartalszahlen im Fokus der Anleger. Und auch nach Börsenschluss steht mit Walt Disney ein echtes Highlight auf der Agenda. Bei den Konjunkturdaten richtet sich heute der Blick auf die Dezember-Entwicklung im Großhandel. Nach den gestrigen Abschlägen notieren die US-Futures aktuell deutlich im Plus. Der S&P 500 gewinnt 0,9 Prozent. Der NASDAQ legt 0,7 Prozent zu. In Frankfurt kann der DAX bei 5.503 Punkten 0,3 Prozent fester tendieren.


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