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Schlussgong: Staatsbankrott oder „Rettung“ Inflation – der Wert des Goldes steigt
5. Februar 2010 von Rolf Morrien | 1 Kommentar
Der Trend setzt sich fort: Die Investoren fliehen aus Euro-Investments und parken das Kapital im USD-Raum. Der Euro hat heute schon wieder gegenüber der US-Währung verloren. Es ist immer wieder erstaunlich, dass ein wirtschaftlich relativ unwichtiges Land wie Griechenland auf dem internationalen Finanzmarkt solche Wellen auslösen kann.
Der Krisenverlauf erinnert an die Dubai-Krise 2009: Zuerst hat die mögliche Zahlungsunfähigkeit des Golfemirats die Märkte unter Druck gesetzt. Als der „Dubai-Schock“ eingepreist war, folgte die 2. Welle: Welche Länder könnten im Sog der Dubai-Krise mit in die Tiefe gerissen werden?
Das gleiche Muster wiederholt sich jetzt. Zunächst stand nur Griechenland unter Dauerfeuer. Als das Thema langsam langweilig wurde, kam die Frage auf, ob auch Portugal und Spanien wackeln.
Krisen als Alibi-Grund für Gewinnmitnahmen
Die Krisen sind real und dürfen auch nicht verharmlost werden. Die Frage lautet aber: Gibt es neue (!) Informationen, die rasante Kursverluste bei Aktien, Rohstoffen oder Edelmetallen fundamental begründen? Welche Zahlen und Fakten waren vor 2 Wochen noch nicht veröffentlicht? Es dürfte schwer werden, solche Nachrichten zu finden.
Die Dubai- und auch die Griechenland-Krise passen daher in das gleiche Muster und erfüllen die gleiche Funktion: Eine Krise, die an sich für die Weltwirtschaft nicht sonderlich bedeutend ist, wird von den Medien aufgebauscht und dient den Investoren als Alibi-Grund, hohe Buchgewinne, die seit März 2009 entstanden sind, zu realisieren.
Die Griechenland-Krise bietet auch Chancen: Exporttitel und Gold
Sachlich betrachtet, bietet die aktuelle Griechenland-Krise sogar gute Kauf-Argumente: Der freie Fall des Euro macht die deutschen Exportgüter auf den internationalen Märkten zu „Schnäppchen“. Ein schwacher Euro fördert die Exporte. Die Käufer erhalten für ihre USD mehr Waren und Dienstleistungen aus Deutschland. Aktien von deutschen Export-Unternehmen gewinnen an Attraktivität.
Wie bereits gestern im Schlussgong geschrieben: Der Goldpreis fällt in diesen Tagen (Reaktion auf den starken USD), aber die Risiken eines Staatsbankrotts werden so deutlich wie selten zuvor. Wer bisher nicht über Gold als Ersatzwährung nachgedacht hat, wird das spätestens jetzt tun. Die Zahl der strategisch denkenden Gold-Investoren wird durch die Krise stark steigen.
Die Lehman-Pleite hat gezeigt, dass das Finanzsystem verwundbar ist. Die Krisen in Island, Griechenland, Dubai oder Kalifornien zeigen, dass auch (Bundes-)Staaten kippen können. Die Währungen dieser Staaten werden dann wertlos. Gold bietet einen Ausweg.
Auch die Inflation steigert den Wert des Goldes
Selbst ohne Staatsbankrott gewinnt Gold an Attraktivität: Die Staatsschulden können nur mit Inflation „entschärft“ werden. Inflation, die sinkende Kaufkraft der Papierwährungen, wird die Investoren ebenfalls in Gold-Investments treiben.
Fazit: Der offiziell gemessene Goldpreis sinkt in diesen Tagen, der Wert des Goldes steigt dagegen mit jeder Krisenmeldung. Die Kauf-Empfehlungen aus dem „Gold-Report 2009/2010“ sind daher weiterhin gültig.
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Info zum Beitrag
geschrieben am Freitag, den 5. Februar 2010 um 22:31 Uhr
Kategorien: Heard in New York
Tags: Edelmetalle, Gold, Goldpreis, Griechenland, Inflation, Inflationsangst, Inflationsschutz, PIGS, Portugal, Rohstoffe, Spanien, Staatsbankrott, Staatsdefizit, Staatsschulden, Staatsverschuldung








1. Marion
Kommentar vom 3. März 2010 um 14:15
Dubai war harmlos, die Krise kommt!