Rohstoffe weiter im Bullenmodus?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Die Rohstoffe setzen ihren bullischen Weg fort. Sehr positiv ist, dass dies auch ohne einen sehr schwachen US-Dollar geschieht. Es reicht hier anscheinend schon, wenn der Greenback nicht mehr besonders steigt. Und da das Verhalten der Fed immer mehr signalisiert, dass es keinen starken Zinserhöhungspfad in den USA geben wird, dürfte der Dollar nicht mehr signifikant aufwerten.

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Die Edelmetalle setzen unter diesen Voraussetzungen ihren Weg in Richtung Norden fort. Aktuell stellt sich auch die Markttechnik vorteilhaft dar. Im obigen Gold-Weekly-Chart erkennt man drei wichtige Entwicklungen:
1. Der mittelfristige Abwärtstrend wurde gebrochen, im Anschluss kam es nur noch zu einem sog. Pull-back an die Trendlinie.
2. In der Konsolidierungsphase wurde die wichtige Unterstützung bei 1.180 $ gar nicht mehr getestet, schon höher kam jeweils Kaufinteresse auf.
3. Die Konsolidierungsphase verlief seitwärts, was die innere Stärkte des Goldpreises belegt. Diese mehrwöchige Seitwärtsbewegung wurde nun beendet, die Kurse stürmten mit Dynamik über das letzte Hoch bei 1.284 $ bis über 1.300 $.

Aus technischer Sicht ist der Weg nun bis 1.380/1.420 $ frei. Im Daily-Chart der nächsten Seite erkennen Sie, wie mustergültig die Konsolidierung ablief. Nicht unwichtig: Die Goldminen-Aktien zeigten in dieser Zeit der Goldschwankungen zwischen 1.210 und 1.265 $ relative Stärke, zogen tendenziell schon an. Ein klares Indiz für eine gesunde Aufwärtsbewegung des gelben Metalls.

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Die steigenden Rohstoffpreise sind aber nicht nur auf die Edelmetalle beschränkt, man sieht dies auch bei den Basis-Metallen bis hin zu Getreide oder Zucker.

Fazit: Man kann durchaus eine große Wende im Rohstoff-Komplex nach vielen Jahren der Baisse unterstellen. Entsprechend gewichten wir diesen Bereich relativ hoch, haben zuletzt noch mal nachgelegt.

HaackEin Gastkommentar von Hans-Jürgen Haack

Er ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und verfügt über 30 Jahre Börsenerfahrung. Er war von 1989 bis inkl. 2010 bei der Firma Bernecker als Derivatespezialist angestellt und dort u.a. für die Derivate-Briefe „AB-Tradings“ und „Die Termin-Börse“ verantwortlich.

Kurzfristige Analysen inkl. konkreter Empfehlungen lesen Sie im täglichen Börsenbrief HAACK-DAILY unter www.haack-boersenbrief.de. Dazu gibt es den kostenlosen Newsletter „HAACK-WEEKLY“.

Bildquelle: Hans-Jürgen Haack / Pressefoto Deutsche Börse AG


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