CA Immobilien Anlagen: Im Visier von Immofinanz

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

CA Immo (WKN 876520) ist ein Immobilienunternehmen, das mit eigenen Niederlassungen in sechs Ländern Zentraleuropas vertreten ist. Kerngeschäft ist die Vermietung, das Management sowie die Entwicklung von hochwertigen Bürogebäuden. Fast genau ein Jahr, nachdem der Immofinanz-Konzern (WKN 911064) sein Angebot zum Erwerb von bis zu 29 Prozent der CA Immo-Aktien überraschend abgeblasen hatte, hat sie nun doch ein großes Aktienpaket am Konkurrenten erworben. Konkret hat der Immobilienkonzern einen Kaufvertrag für 25,69 Mio. CA Immo-Aktien und vier Namensaktien unterschrieben, die jeweils mit dem Recht ausgestattet sind, ein Mitglied in den Aufsichtsrat der CA Immo zu entsenden.

Das Paket entspricht einem Anteil von rund 26 Prozent. Verkäufer sind die O1 Group des russischen Immobilienmilliardärs Boris Mints und die Terim Limited. Mints hatte zuvor gemeinsam mit der CA Immo für die Immofinanz geboten. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf 604 Mio. Euro und soll durch zusätzliches Fremdkapital sowie die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung finanziert werden. Der Abschluss der Transaktion ist für Sommer 2016 geplant.

„Der Deal klingt interessant, aber es ist noch ein langer Weg zu gehen“, so die Analysten von SRC-Research. Denn es müssen die Wettbewerbsbehörden, der Aufsichtsrat von Immofinanz und der Vorstand von CA Immo zustimmen. Und: Vor dem geplanten vollständigen Zusammenschluss will Immofinanz noch das verlustreiche Russlandportfolio abspalten oder verkaufen. Das dürfte nicht einfach werden. Denn Immofinanz hat ihre russischen Immobilien zuletzt um 400 Mio. Euro abwerten müssen, was dem Konzern in den ersten drei Quartalen 2015/16 einen dreistelligen Millionenverlust bescherte.

Chart: Ariva
Chart: Ariva

Geht allerdings alles glatt über die Bühne, könnten vor allem die CA Immo-Aktionäre noch viel Freude an der Transaktion haben. Denn bei dem Deal wird jedes Papier mit 23,50 Euro bewertet – 40 Prozent mehr, als die Aktie aktuell kostet. Wer auf ein Übernahmeangebot in dieser Höhe setzen will, kann dies mit einem Turbo Long-Zertifikat (ISIN AT0000A1ADR6) von Raiffeisen Centrobank mit einem Hebel von 3,35 umsetzen.

Allerdings sollten Anleger dazu Risikobereitschaft mitbringen. Ein Capped Bonus-Zertifikat (ISIN AT0000A1F6K4) ermöglicht ein Investment mit Teilschutz. Wenn die Aktie bis März 2017 stets über 13,00 Euro bleibt, ist mit dem Papier ein Ertrag von 8,1 Prozent drin. Der Abstand zur Barriere beträgt 22,3 Prozent. Daher ist das Papier auch für weniger risikobereite Anleger geeignet.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

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