Before the Bell: DAX legt Rückwärtsgang ein, US-Futures schwächer

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Die Aktienmärkte staunen wohl immer über sich selbst. Denn so recht können sie die Erholung der letzten Tage noch nicht verkraften und schicken die Kurse erst mal wieder in den Keller. Gespannt schauen die Anleger dabei auf die Notenbanken. Besonders die EZB wird wegen des weiteren Vorgehens in Griechenland stark beobachtet. Eine Veränderung der Leitzinsen ist zwar erwartungsgemäß nicht erfolgt, aber dennoch schaut man genau hin, wie die EZB auf die Krise weiter reagiert.

Deutsche Bank überrascht mit Milliardengewinn

Überraschend positive Zahlen kamen heute von der Deutschen Bank. Im Gesamtjahr 2009 erwirtschaftete der Branchenführer einen Gewinn nach Steuern von 5,0 Mrd. Euro gegenüber einem Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Damit überraschte man die meisten Analysten. In der Pressekonferenz gab Bank-Chef Ackermann dann bereitwillig Auskunft über das Vergangene, aber vor allem auch über das Künftige. Das Redemanuskript und die Folien findet man im Pressebereich der Deutschen Bank. Insgesamt wurde sehr viel über Chancen gesprochen, wobei leider konkrete Aussagen aufgrund der unklaren Lage am Finanzmarkt wie auch bei der Bankenregulierung schwer fielen. Das Investmentbanking war jedenfalls 2009 erneut das Ertragszugpferd und dürfte das auch weiterhin bleiben – trotz der Bemühungen die anderen Geschäftsfelder auszubauen. Schwerpunktmäßig will man übrigens das Geschäft v.a. in Asien und dort besonders in China ausweiten, was durch die bereits getätigten Akquisitionen gut machbar ist. Die Dividende steigt um 25 Cent auf nun 75 Cent – eine Dividendenrendite von aktuell 1,6 Prozent – und damit mehr als manches Tagesgeldkonto bringt. Ach und auch das viel gescholtene Bonus-System kam zur Sprache. Hier kündigte Ackermann bedeutende Neuerungen an. Am Markt kamen die Zahlen zunächst weniger gut an. Inzwischen notiert die Aktie der Deutschen Bank aber ein Prozent fester.

US-Futures deutlich schwächer

Nach den gestrigen Abschlägen bleiben die Anleger an der Wall Street vorsichtig. Mit Blick auf die heutigen Quartalszahlen von Kellogg oder Burger King wartet man gespannt auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Daten zu den Industrieaufträgen für Dezember. Nachbörslich folgen vor allem Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe. Derweil notieren die US-Futures deutlich schwächer. Der S&P500 verliert 0,6 Prozent und der NASDAQ gibt 0,3 Prozent nach. Der DAX notiert bei 5.643 Punkten 0,5 Prozent leichter.


1 KOMMENTAR

  1. Dass Griechenland nach der Verschuldung nicht völlig ungestraft davon kommen konnte, war eigentlich klar. Nun hat es Griechenland mit dem Spardiktat etwas heftiger getroffen, als zu erwarten war. Trotzdem ist das insgesamt ein gutes Zeichen für die Finanzmärkte und nicht zuletzt für die Handlungsfähigkeit der EU. Bleibt zu hoffen, dass die griechische Regierung sich eines besseren besinnt und anfängt den maroden Staatshaushalt zu sanieren. Dann gehts sicher auch mit der Wirtschaft und den Kursen in Europa bergauf.

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