ThyssenKrupp: Fusionsphantasien beflügeln

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die Gespräche über einen Zusammenschluss des Stahlgeschäfts von ThyssenKrupp (WKN 750000) mit Teilen des indischen Konzerns Tata Steel nehmen Medienberichten zufolge konkretere Formen an. Nach Informationen der Rheinischen Post spielen die Konzerne auf höchster Ebene verschiedene Szenarien durch. Auch am verlustreichen ThyssenKrupp-Stahlwerk in Brasilien haben die Inder demnach großes Interesse. Eine Einigung stehe aber nicht unmittelbar bevor.

Offiziell lehnen beide Seiten Kommentare ab. „Wir haben diese Berichte gegenüber den Medien nicht kommentiert, weil dazu aus unserer Sicht kein Anlass besteht“, erklärte ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Bei Tata hieß es, man wolle zu Gerüchten keine Stellung nehmen. Hiesinger betonte jedoch, dass angesichts der weiter schwierigen Lage der Branche eine Konsolidierung der europäischen Stahlindustrie „ein möglicher Schritt nach vorne“ sein könne. Ob, wann und unter Beteiligung welcher Firmen es aber zu einer solchen Konsolidierung kommt, sei aber völlig unklar, so der Manager.

Dennoch haben die Spekulationen die Aktie kräftig angeschoben. Die Aktie von ThyssenKrupp hat die Korrektur von Jahresanfang bereits komplett wettgemacht. Nach der Rallye sind Rückschl.ge wahrscheinlich.

Chart: Ariva
Chart: Ariva

Angesichts des Höhenflugs, der nun schon mehrere Monate anhält, könnte es für vorsichtige Anleger Sinn machen, auf eine neue Express Aktienanleihe Protect von UniCredit onemarkets umzuschalten (ISIN DE000HU397Z5). Das Papier ist mit einem Kupon von 5,25 Prozent p.a. ausgestattet, der unabhängig von der Kursentwicklung der ThyssenKrupp-Aktie gezahlt wird. Daneben besteht die Chance auf vorzeitige Rückzahlung bereits nach einem Jahr. Dazu muss der Basiswert das Ausgangsniveau erreichen. Notiert die Aktie darunter, verlängert sich die Laufzeit.

Am Laufzeitende entscheidet der Aktienkurs über die Höhe der Rückzahlung. Das Wertpapier wird zum Nominalwert von 1.000 Euro getilgt, wenn der Aktienkurs mindestens 60 Prozent des Startkurses erreicht. Liegt der Kurs der Aktie unter dem Protect-Level, erfolgt die Rückzahlung in Form einer vorher festgelegten Anzahl von Aktien. Dabei können hohe Verluste die Folge sein. Aufgrund des großen Puffers ist die Aktienanleihe zeichnenswert.

Fazit: Die Express Aktienanleihe Protect auf ThyssenKrupp sieht einen Kupon von 5,25 Prozent p.a. vor. Zudem besteht die Chance auf vorzeitige Tilgung bereits nach einem Jahr, wenn der Basiswert mindestens das Ausgangsniveau erreicht. Am Laufzeitende wird zum Nominalwert getilgt, wenn die ThyssenKrupp-Aktie am Beobachtungstag auf oder oberhalb der Barriere von 60 Prozent des Startwerts notiert. Dieser wird am Ende der Zeichnungsfrist, am 12. Mai 2016, festgelegt.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

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