ATX: Positive Signale aus den Alpen

1
1.217 views
Bildquelle: dieboersenblogger.de

Vom 11. bis 13. April gab sich die österreichische Kapitalmarktszene auf der Investorenkonferenz der Raiffeisen Centrobank (RCB) in Zürs am Arlberg ihr Stelldichein. Die beinahe schon legendäre Veranstaltung fand heuer bereits zum 15. Mal statt. Während der drei Konferenztage im Hotel Zürserhof hatten rund 70 führende börsengelistete Unternehmen aus Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie erstmals auch aus der Türkei die Möglichkeit, sich internationalen Investoren zu präsentieren.

Mehr als 130 Investoren konnten in 43 Gruppenpräsentationen und rund 1.000 1-on-1-Meetings den Ausführungen der Unternehmen folgen. Die 130 anwesenden Repräsentanten institutioneller Investoren wie Pensionskassen, Fonds und Versicherungen kamen auch in diesem Jahr nicht nur aus Österreich sowie Zentral- und Osteuropa, sondern auch aus West- und Nordeuropa. Besonders deutsche, schweizerische, britische und polnische Investoren zeigten großes Interesse an den vertretenen Unternehmen.

Für RCB-CEO Wilhelm Celeda war die Veranstaltung Grund genug, einmal mehr die hervorragende Reputation, die österreichische Unternehmen international genießen, hervorzuheben: „Die Teilnehmerzahl unserer Konferenz zeigt, dass die Nachfrage nach ATX-Titeln ungebrochen hoch ist. Das ist eine klare Bestätigung für den ausgezeichneten und aufgrund fundamentaler Aktien-Analysen gerechtfertigten Ruf, den österreichische Unternehmen beim internationalen Investorenpublikum genießen. Es wäre absolut wünschenswert, dass auch die heimische Politik das anerkennt und in Fragen betreffend die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich viel stärker den Dialog mit den Kapitalmarktakteuren sucht.“

Bei der Veranstaltung waren nicht nur ATX-Schwergewichte wie Andritz dabei. Daneben stellte sich auch das Management von Blue-Chip-Unternehmen aus Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Russland sowie der Türkei den anwesenden Investoren. Die Marktkapitalisierung der sich im Rahmen der Konferenz präsentierenden Unternehmen belief sich in diesem Jahr auf insgesamt mehr als 183 Mrd. Euro – ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahrswert von 130 Mrd. Euro.

Bildquelle: dieboersenblogger.de
Die Alpenidylle ist auch für den Kapitalmarkt gut

Die Investorenkonferenz zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Terminen für den österreichischen Kapitalmarkt. Führende Fondsmanager aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und CEE loten dort regelmäßig Investitionsmöglichkeiten aus. Insofern könnten von der Veranstaltung positive Signale für den Wiener Leitindex ATX ausgehen, zumal die österreichische Börse im europäischen Vergleich zu den günstigsten Märkten zählt: Das 2016er-KGV liegt aktuell bei gerade einmal 12,8, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei lediglich rund 1,0.

Die seit Februar laufende Erholung des ATX wurde zunächst an der 200-Tage-Durchschnittslinem die derzeit knapp über 2.300 Punkten verläuft, ausgebremst. Erst ein Sprung über diese Hürde würde neues Kurspotenzial zunächst bis in den Bereich 2.400, später sogar bis 2.500 Zähler eröffnen. Auf der Unterseite findet sich bei 2.250 Punkten eine erste kleine Unterstützung. Die wichtigere Marke ist aber zweifelsohne die 2.000er-Bastion.

Chart: Ariva
Chart: Ariva

Charttechnisch ist der ATX gerade an der 200-Tage-Linie abgeprallt, könnte aber in den kommenden Tagen oder Wochen einen weiteren Anlauf starten, um diesen wichtigen Widerstand zu knacken. Während aktuell viele Hauptversammlungen stattfinden und die Dividendenzahlungen bei den Anlegern eintreffen, könnte im Mai die Berichtssaison dem Markt Rückenwind verleihen. Anleger positionieren sich daher mit einem Faktor 2 Long Zertifikat bezogen auf den ATX NTR Leverage x2 (ISIN DE000HVB2AT9) von UniCredit onemarkets.

Fazit: Der ATX NTR Leverage x2 wurde im Jahr 2012 von der Wiener Börse gelauncht. Die Bezeichnung „Lev“ steht dabei für Leverage (deutsch: Hebel) und die Kennzeichnung „x2“ gibt die Höhe des Hebels an. Der ATX NTR Leverage x2 Index ist an die Entwicklung des Referenzindex ATX gebunden und bildet dessen tägliche Veränderung mit einem fixen Hebel von zwei ab. Daher führen negative oder positive Tagesveränderungen des ATX zu einer entsprechenden gehebelten Performance des Leverage Index. Zusätzlich werden Finanzierungskosten für die gehebelte Position berücksichtigt. Anders als etwa Turbo-Zertifikate verfügt das Zertifikat auf den ATX NTR Leverage x2 über keinen Knock-Out-Level. Zudem wird der Hebel täglich auf den Ausgangswert von zwei zurückgesetzt. Natürlich wirkt der Hebel in beide Richtungen. Somit können hohe Verluste die Folge sein, wenn es nicht in die gewünschte Richtung geht. Seine volle Stärke spielt das Zertifikat in einem klar aufwärts gerichteten Trend aus. Auch wenn der ATX seitwärts läuft, kann es Verluste geben. Daher sollten sich nur risikobereite Anleger engagieren.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: dieboersenblogger.de


1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here