Es ist ganz simpel: Die Finanzkrise mal einfach erklärt…

5

Hallo zusammen. Mails sind was Schönes. Da bekommt man(n) doch immer wieder schöne geistige Ergüsse zugesandt. Diese (nicht unbedingt ernstgemeinten) hier, möchte ich nicht vorenthalten: 🙂

Die Finanzkrise einfach erklärt:

Heidi besitzt eine Bar in der Berliner Innenstadt. Um den Umsatz zu steigern beschließt sie, die Getränke der treuen Kundschaft – mehrheitlich Alkoholiker ohne Arbeit – aufzuschreiben (ihnen also Kredit zu gewähren).

Das spricht sich herum und dadurch drängen sich immer mehr Kunden in Heidi’s Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung vorerst keine Sorgen machen müssen, verteuert Heidi die Preise für Wein und Bier, die meistkonsumierten Getränke
und erhöht damit massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank sieht in diesen Kundenschulden wertvolle künftige Guthaben und erhöht die Kreditlinie für Heidi.

Er macht sich keine großen Sorgen , er hat ja die Schulden der Alkoholiker als Deckung. Am Sitz der Bank transformieren Top ausgewiesene Banker diese Kundenguthaben in SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND um. Diese Papiere werden dann weltweit gehandelt.
Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen bedeuten und wie sie garantiert werden . Da die Kurse aber steigen, werden die Papiere ein Renner.

Eines Tages und obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (inzwischen selbstverständlich entlassen – Begründung: er wahrzu negativ) der Bank fest, dass man die Schulden der Alkis von Heidi’s Bar langsam einfordern sollte.

Die können aber nicht zahlen. Heidi kann ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen und macht Konkurs. SUFFBOND und ALKBOND verlieren 95%, KOTZBOND hält sich besser und stabilisiert sich nach einem Verlust von 80%.

Die Lieferanten hatten Heidi’s Bar längere Zahlungsfristen gewährt und zudem in die Papiere investiert: der Weinlieferant geht Konkurs, der Bierlieferant wird von einem Konkurrenten übernommen. Die Bank wird durch die Regierung Merkel/Steinmeier in einer dramatischen, tage- und nächtelang arbeitenden Aktion gerettet. Die hierfür notwendigen Summen werden in einer Umlage von den NichtAlki ®s eingezogen.

Endlich mal eine einfache Erklärung für das Ganze :-); ach ja, ich vergaß: Eben gerade ging es über die Ticker – Größte Hilfe seit dem Krieg – Parlament billigt Konjunkturpaket II. 50 Mrd. Euro sollen in diesem und dem nächsten Jahr der Wirtschaft auf die Sprünge helfen. Na dann..


5 KOMMENTARE

  1. Das ist ja mal ne geile Erklärung der Finanzkrise 🙂 So einfach kann Wirtschaft sein. Fehlt nur noch der Schluss: Angie kommt und lässt ein paar bunte Blüten drucken und alles freut sich des Lebens.

  2. Super Sache!

    Ich hab ne ähnliche Geschichte – auch mit einem Augenzwinkern:

    Vor langer Zeit verkündete ein Mann in einem indischen Dorf, dass er Affen für je 10 $ kaufen würde. Die Dorfbewohner wussten, dass es im Wald sehr viele Affen gibt. Und so gingen sie in den Wald und fingen Affen. Der Mann kaufte dann alle Affen zum versprochenen Preis.

    Als sich so der Affenstand verringerte, suchten die Dorfbewohner nicht mehr sehr fleißig und gingen lieber ihrer alten Arbeit nach. Daraufhin versprach der Mann, jeden Affen für 20 $ zu kaufen. Da gingen die Menschen wieder in den Wald und suchten und suchten.

    Bald darauf waren die Affen im Wald sehr rar geworden. Deshalb verkündete der Mann, er würde jeden Affen für 25 $ kaufen – es war allerdings auch schon sehr schwierig, einen Affen zu erwischen. Und so versprach der Mann, jetzt jeden Affen für 50 $ zu kaufen – da er aber geschäftlich in die Stadt müsse, würde ihn sein Assistent vertreten.

    Als der Mann dann weg war, sagte der Assistent zu den Dorfbewohnern:
    „Seht ihr hier die ganzen Affen im Käfig, die der Mann die letzte Zeit bei Euch gekauft hat?
    Ich verkaufe sie euch für 35 $ und wenn der Mann morgen aus der Stadt kommt, könnt ihr ihm die Affen um die 50 $ verkaufen und macht so 15$ pro Affen Gewinn!“

    Die Dorfbewohner brachten daraufhin all ihr Geld, alles Ersparte, und kauften alle Affen zu 35 $.

    Nach diesem Geschäft haben die Dorfbewohner nie mehr wieder einen von den zwei Männern gesehen.

    Nur die ganzen Affen waren wieder dort, wo sie herkamen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here