DAX in Range gefangen. Autos, Banken & China im Fokus!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

In den vergangenen Wochen konzentrierten sich Investoren an den weltweiten Aktienmärkten vor allem auf die Themen Öl, China und die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken. Jetzt rücken auch die Unternehmensbilanzen wieder in den Fokus. Dies ist ein Grund für Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Entwicklungen zu schauen.

In der abgelaufenen Woche zeigten sich die deutschen Aktien erneut schwach. Das gilt vor allem für die DAX®-Aktien, die im Schnitt deutlich mehr verloren haben als die Titel im MDAX® und TecDAX®. Zu den größten Verlierern im DAX® zählten die Deutsche Bank und die Autobauer. Gegen den Trend zulegen konnten derweil defensive Aktien wie Fresenius Medical Care, Henkel, Merck und Vonovia.

In der kommenden Woche stehen einige Hauptversammlungen an. Zudem läuten Alcoa und zahlreiche US-Banken die Berichtssaison zum ersten Quartal 2016 ein. Neben den wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten werden Investoren vor allem die Zahlen zum chinesischen BIP für das erste Quartal im Visier haben. Schwache Zahlen könnten die Märkte weiter unter Druck setzen.

Am 17. April werden sich zudem die OPEC-Länder und Russland in Doha treffen und über eine potenzielle Begrenzung der aktuellen Ölfördermenge sprechen. Spekulationen im Vorfeld könnten den Ölpreis und damit auch die Aktienmärkte maßgeblich bewegen.

Unternehmen im Fokus

In dieser Woche werden unter anderem Axel Springer, Gerry Weber, Henkel und MTU Aero Engines ihre Anteilseigner zur Hauptversammlung laden. Möglicherweise gibt es bereits erste Daten zum ersten Quartal 2016. Großen Diskussionsbedarf wird es vor allem zwischen der Kernspitze und den Eigentümern von Gerry Weber (WKN 330410) geben. Schließlich hat die Aktie in den zurückliegenden zwölf Monaten mehr als die Hälfte des Wertes verloren. Ende Februar kündigte der Modekonzern deutliche Stellenstreichungen und die Schließung von Filialen an.

Im Fokus werden kommende Woche zudem Bankaktien stehen, denn mit Bank of America, Citigroup, J.P. Morgan Chase und Wells Fargo werden eine Reihe von US-Häusern Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal veröffentlichen. Sowohl die Barclays als auch die Deutsche Bank kündigten bereits an, dass das Investmentbanking schwach ins neue Jahr startete. In den USA bestehen zudem erhebliche Insolvenzrisiken im Ölsektor. Bestätigt sich dies in den Zahlen der US-Banken, könnte es zu kräftigen Kursbewegungen im gesamten Sektor kommen.

Die Absatzzahlen im März in den USA fielen für die deutschen Autobauer schwach aus. Nächste Woche werden die Pkw-Neuzulassungen für Europa gemeldet. Die Aktien von BMW, Daimler und VW (Vz.) zählten in der zurückliegenden Handelswoche zu den schwächsten Werten im DAX®.

Wichtige Termine

11.4.: China – Verbraucherpreise
12.4.: Deutschland – Verbraucherpreisindex und harmonisierter Verbraucherpreisindex, März
13.4.: Europa – Industrieproduktion Euro-Zone, Februar
13.4.: USA – Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankgouverneure
13.4.: USA – US-Notenbank veröffentlicht Beige Book
14.4.: USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 9. April
14.4.: USA – Verbraucherpreise, März
15.4.: China – BIP Q1
15.4.: China – Industrieproduktion, März
15.4.: USA – Uni Michigan Verbrauchervertrauen, April

Charttechnischer Ausblick: DAX®

Widerstandsmarken: /9.650/9.700/9.790 Punkte
Unterstützungsmarken: 9.280/9.430/9.500/9.580 Punkte

Der DAX® pendelte zum Wochenschluss weiter in der Range zwischen 9.500 und 9.700 Punkte. Mit Unterstützung der Wall Street orientierte sich der Index am Nachmittag wieder an der Obergrenze der Bandbreite. Der kurzfristige MACD und der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend signalisieren eine mögliche kurzfristige Trendwende. Dennoch besteht noch ein hohes Risiko in eine Bullenfalle zu tappen. Es könnte daher ratsam sein, eine Bestätigung durch einen Ausbruch über 9.790 Punkte abzuwarten.

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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