Im Fokus Daimler: Die Welt ist nicht genug!

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

Frühere Erfolge sind an den Börsen meist nur wenig wert. Das könnte nun auch Daimler (WKN 710000) zu spüren bekommen. Allerdings haben die Schwaben noch einige Asse im Ärmel.

Das DAX-Unternehmen konnte zuletzt viele Erfolge einfahren. Die Pkw-Marke Mercedes-Benz verkürzte den Rückstand zu BMW in Sachen Autoabsätze. Damit bleibt die Rückeroberung der weltweiten Spitzenposition im Premiumsegment weiterhin im Blick. Wenn es um die Profitabilität des Autogeschäfts geht, haben die Schwaben den Münchner Konkurrenten 2015 bereits überflügelt.

Darüber hinaus hat Daimler im abgelaufenen Geschäftsjahr Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis erzielt. Dies hatte das Unternehmen bereits am 4. Februar im Zuge der Berichterstattung zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2015 bekannt gegeben sowie auf der Hauptversammlung in dieser Woche bestätigt. Für 2016 wurden weitere Umsatz- und Ergebnisverbesserungen angekündigt. Trotzdem hielt sich der Jubel der Anleger zuletzt in Grenzen.

Schließlich haben sich die Marktaussichten für die weltweiten Autobauer nach Jahren des Booms zuletzt etwas eingetrübt. Die rückläufige Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft dürfte dem inzwischen weltgrößten Automarkt schaden. Gleichzeitig hinterlässt der Abgas-Skandal bei Volkswagen auch bei anderen deutschen Autobauern gewisse Spuren, insbesondere in den USA, wo „Dieselgate“ seinen Anfang nahm:

Wie Mercedes-Benz USA am 1. April mitteilte, sanken die Autoverkäufe im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zwischen Januar und März 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 75.769. Allerdings konnte Dietmar Exler, Chef von Mercedes-Benz USA, auch ein wenig beschwichtigen. In diesem Jahr werden mindestens neun Modelle auf den Markt kommen. Auf diese Weise soll ein weiteres Rekordjahr erreicht werden.

Während der Schwung bei den Autoabsätzen abnehmen könnte, besteht die Gefahr, dass steigende Kosten der Profitabilität einen Schlag versetzen. Als Lehre aus dem VW-Abgas-Skandal dürften die Regulierungsbehörden weltweit strengere Umweltauflagen beschließen. Die Autohersteller müssten ihre zukünftigen Flotten mit entsprechendem Aufwand nachrüsten. Darüber hinaus erfordern Trends wie Elektromobilität, selbstfahrende Autos oder die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen höhere Investitionen. Dabei sind die traditionellen Autohersteller gehörig unter Druck geraten.

Der kalifornische Elektrowagenbauer Tesla Motors hat gerade sein Model 3 vorgestellt und damit für Furore gesorgt. Ein weiterer Grund, warum die großen Automobilkonzerne beim Thema Elektromobilität unter Druck geraten sind, möglichst schnell nachzuziehen. Wenn es um die Vernetzung des Autos oder selbstfahrende Fahrzeuge geht, dann müssen sich Daimler & Co in Zukunft mit US-Technologie-Unternehmen wie Google oder Apple auseinandersetzen. Und diese haben es sich vorgenommen, die Autobranche ordentlich durcheinanderzuwirbeln.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL1KCH) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,27; die Knock-Out-Schwelle bei 43,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM96AV, aktueller Hebel 3,42; Knock-Out-Schwelle bei 73,20 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 07.04.2016 / Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: Pressefoto Daimler


4 KOMMENTARE

  1. Daimler und die Zukunft?
    Ob hochwertige Autos, Groß-LKW s, Klein-LKW s, oder
    Busse Daimler hat überall eine Spitzenposition am
    Markt. Der Konzern profitiert zunehmend von der
    Produkterneuerung und Verbesserung der Qualität.
    Sicherlich kommen auch hier die Aktionäre nicht zu
    kurz. Umsatz und Gewinn sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Selbst die Dividende hat für 2015
    einen neuen Höchstwert erreicht. Die Fundamental-
    daten könnten kaum besser sein. Zwar könnten sich die
    Märkte 2016 etwas beruhigen; jedoch hier ist davon
    auszugehen, dass die Entwicklungen aus den Vorjahren
    mit bis zu 10 % Wachstum nicht ewig anhalten. Selbst
    bei einem Absatzrückgang sollten noch gute Geschäfts-
    zahlen möglich sein. Die Börse ist leider viel
    Psychologie und keiner kann wirklich sagen, was die
    Märkte meinen. Hier ist Daimler etwas im Nachteil,
    weil kein wirklicher Großaktionär da ist. Auch ist
    es komisch, dass der Konzern keine eigene Aktien
    kauft. Viele Großfirmen kaufen bis zu 5 %? Die
    7 % von Kuwait und 3 % von Renault- Nissan binden
    leider nur 10 % des Aktienkapitals? Leider ist bei
    den heutigen Tulpenmärkten alles möglich? Die
    eigene Bank könnte hier wahrscheinlich mehr tun,
    wenn sie wollte. Die Zukunft der Menschen im Konzern
    sollte auch 2016 gesichert sein. Durch die hohen
    Rücklagen können selbst Flauten überstanden werden.
    Das neue Geschäftsfelder selbst Artgleiche nicht
    immer gut für den Erfolg sind, hat leider die Vergangenheit
    gezeigt. Hier wurde viel Geld in den Sand
    gesetzt. Also, auf dem Teppich zu bleiben, kann oft
    besser sein.

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