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Im Fokus adidas: Weitere Herausforderungen bleiben

adidas (WKN A1EWWW) konnte zuletzt ein beeindruckendes Comeback feiern, nachdem insbesondere das Geschäftsjahr 2014 mit vielen Herausforderungen verbunden war. Aus diesem Grund kann nun auch Konzernchef Herbert Hainer Ende September dieses Jahres mit einem Gefühl des Sieges als Vorstandschef abtreten.

Anfang 2014 erreichte die adidas-Aktie nach einem jahrelangen Kursanstieg ein neues Zwischenhoch. Doch in der Folge sorgten die Schwächen im Golfgeschäft TaylorMade für Kopfzerbrechen bei Anlegern und beim Management. Darüber hinaus belasteten die negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise und die Abwertung des Rubels die Ergebnisse im wichtigen Russland-Geschäft. Das Ergebnis waren teilweise deutliche Kursverluste. Erst jetzt, rund zwei Jahre später, konnte der DAX-Wert auf das zuvor erreichte Kursniveau zurückkehren und neue Höchststände ausbilden. Selbst die Marke von 100 Euro konnte die adidas-Aktie erstmals in ihrer Geschichte knacken.

Diese Kurserholung wurde unter anderem von den überraschend schnellen Fortschritten beim Konzernumbau und den Sparprogrammen der Herzogenauracher angetrieben. Auch wenn es zuletzt wieder richtig rund lief bei Europas größtem Sportartikelhersteller und der weltweiten Nummer zwei hinter Nike, bleiben einige Herausforderungen übrig. Ab 1. Oktober 2016 wird es an Kasper Rorsted, den bisherigen Vorstandsvorsitzenden des Konsumgüterkonzerns Henkel, liegen, auch diese weiterhin schwächelnden Bereiche innerhalb des adidas-Konzerns auf Vordermann zu bringen. Den Wechsel an der Unternehmensspitze hatte adidas bereits am 18. Januar 2016 bekannt gemacht.

Abseits des Golfgeschäfts und außerhalb Russlands lief es für adidas zuletzt dagegen wieder richtig gut. Dank der hohen Nachfrage nach der Kernmarke adidas sowie des starken Wachstums in Westeuropa und China konnte adidas seine Umsatzerlöse laut Unternehmensangaben vom 3. März im Vorjahr währungsbereinigt um 10 Prozent auf 16,9 Mrd. Euro steigern. 2016 sollen die Erlöse laut Konzernprognose noch einmal währungsbereinigt um 10 bis 12 Prozent wachsen. Dieser Optimismus wird insbesondere durch die Aussicht auf gute Geschäfte rund um die beiden Sportgroßereignisse UEFA EURO 2016 und Olympia 2016 in Brasilien genähert. Als Marktführer im Fußballgeschäft dürften die Herzogenauracher dank der Europameisterschaft in Frankreich und der Favoritenstellung der deutschen Fußballnationalmannschaft erneut auf Rekordergebnisse im Bereich Fußball hoffen.

Die Stärke im Fußballgeschäft ist für adidas jedoch Fluch und Segen zugleich. Wichtige Verbände des Sports wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) oder der Weltverband FIFA hatten zuletzt mit Skandalen zu kämpfen, so dass einige Investoren die Frage aufwerfen dürften, ob es es noch zeitgemäß sein kann, wenn adidas mit diesen Organisationen weiter zusammenarbeitet.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der adidas-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN XM8CVY) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,43, die Knock-Out-Schwelle bei 76,35 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DL1XD1, aktueller Hebel 3,48; Knock-Out-Schwelle bei 125,30 Euro) auf fallende Kurse der adidas-Aktie setzen.

Stand: 29.03.2016/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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