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Was der Weltwassertag (nicht) mit Nestlé zu tun hat

Heute ist der Weltwassertag. Man mag über die Tatsache, dass mit dem kühlen Nass Geld gemacht wird, diskutieren und es auch als unethisch ansehen. Im Depot sollte aber ein aus Renditesicht dennoch eine Aktie nicht fehlen.

Kommen wir gleich auf den Punkt. Ganz nüchtern. Der Schweizer Konzern Nestlé (WKN A0Q4DC) rühmt sich dafür, die S. Pellegrino Magnum-Flasche in vielen Märkten erfolgreich eingeführt zu haben. Dabei handelt es sich um eine Wasserflasche im Champagner-Stil. Möglicherweise ein Vorzeichen, dass Wasser aufgrund seiner Knappheit eines Tages so teuer sein wird wie guter Champagner. Nestlé dürfte davon profitieren. Schließlich ist das Unternehmen schon heute sehr erfolgreich auf dem Wassermarkt. Allerdings sorgen einige Geschäftspraktiken auch für Kritik.

Seit 1993 wird der UNESCO-Weltwassertag jedes Jahr am 22. März begangen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“. Dabei werden viele die Gelegenheit nutzen, den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé angesichts seines sprudelnden Geschäfts mit dem kühlen Nass zu kritisieren. Nur zu verständlich, denn wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen nur unzureichenden Zugang zu Trinkwasser haben. Da passt es nicht, wenn Unternehmen augenscheinlich das große Geld mit dem lebenswichtigen Rohstoff machen. Im Fall von Nestlé ist es sogar das ganz große Geld. Auf der anderen Seite:

Einen Konzern zu verteufeln, nur weil er Wasser verkauft? Ist das nun schon auf der Ebene von Waffen und dergleichen? Sehen wir als Anleger einfach mal die reinen Fakten:

Die Schweizer sind die weltweite Nummer eins, wenn es um in Flaschen abgefülltes Wasser geht. Zu den über 50 auf der ganzen Welt vertretenen Marken zählen so bekannte wie S. Pellegrino, Perrier oder Vittel. Mit Nestlé Pure Life hat das Unternehmen laut eigener Aussage auch die größte Einzelmarke im Depot. Sie kann man in mehr als 40 Ländern dieser Welt finden.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die Wasser-Sparte 7,1 Mrd. CHF an Umsatz, ein organisches Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze wurden in Nordamerika erzielt. Auf Unternehmensseite geht man dank des rasanten Wachstums davon aus, dass in Flaschen abgefülltes Wasser bis zum Ende dieses Jahrzehnts zu dem am meisten verkauften Getränk aufsteigen und Nestlé damit noch bessere Geschäfte bescheren wird.

Zum Schluss – der Chart:

Chart: Comdirect

Chart: Comdirect

Das ist zugegeben ein sehr gutes Argument, in die Schweizer zu investieren – und sei es nur wegen der leckeren Müslis….

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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