Um 10: DAX mit Potenzial bis 10.500 – Konjunktursorgen übertrieben

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Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Februar weiter abgekühlt, von einer globalen oder einer US-amerikanischen Rezession aber kann man nicht sprechen. Die Sitzung der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche wirft ihre Schatten voraus, der Euro fällt gegenüber dem US-Dollar, was dem Deutschen Aktienindex zusätzlich auf die Beine hilft.

Die zu Jahresbeginn aufgekommenen Ängste zur Weltwirtschaft erweisen sich als überzogen. Fondsmanager, die auf den höchsten Barbeständen seit über drei Jahren sitzen, rudern nun zurück in den Aktienmarkt. Gold fällt, der sichere Hafen ist weniger gefragt. Anleger, die einen größeren Einbruch im DAX erwartet hatten, müssen ihre Einschätzungen anpassen und würdigen, dass der amerikanische Aktienmarkt jetzt einen Doppelboden ausgebildet hat. Das technische Ziel daraus liegt noch einmal fünf Prozent über dem aktuellen Niveau.

Der DAX eröffnet sich nun sogar ein Potenzial von 7,5 Prozent oder gut 700 Punkten nach oben. Das Ziel aus einer gestern technisch aktivierten Bodenformation – einer so genannten inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation – liegt bei rund 10.500 Punkten.

Es ist überdies ein gutes Zeichen, dass die Aktien steigen, obwohl der Ölpreis gestern zurückgefallen ist. Das zeigt, dass die Märkte die Wirren des Ölsektors eingepreist haben könnten. Sie wenden sich nun wieder stärker der Konjunktur zu, die zuletzt zwar keine guten, aber besser als erwartete Daten lieferte.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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