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Um 5: DAX mit Satz nach oben – Geldpolitische Fantasie treibt Kurse

In der Spitze über 9.700 Punkte und damit so hoch wie zuletzt vor einem Monat stieg der DAX im heutigen Handelsverlauf. Angefeuert wurde die Rally durch Spekulationen der Anleger, dass insbesondere die Notenbank in China und die EZB weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen auf den Weg bringen werden. Auf dem Weg nach oben konnten den Index auch eher durchwachsene Konjunkturdaten aus der Eurozone nicht aufhalten.

Am Nachmittag lieferte dann ein überraschend positiver ISM-Einkaufsmanagerindex der Fertigung aus den USA zusätzlichen Schub. Nach den positiven Konjunkturdaten der Vorwoche nehmen die Ängste vor einer Rezession nun wieder ab. In den Hinterköpfen der Anleger aber bleibt damit auch die Möglichkeit bestehen, dass die US-Notenbank im März erneut die Zinsen anhebt. Die Äußerungen des New Yorker Fed-Präsidenten Dudley, der gestiegene Risiken für die US-Wirtschaft sieht, wirkten hier lindernd. Eine perfekte Mischung aus Börsensicht wären in Zukunft weiter positive Konjunkturdaten bei gleichzeitig gedämpften Sorgen einer sich zu schnell straffenden US-Geldpolitik.

Aus charttechnischer Sicht hochinteressant ist das aktuelle Kurslevel, das der DAX testet. Um 9.700 Zähler verläuft die Dezember-Abwärtstrendlinie. Zusammen mit der Deckungslinie der Hochs im DAX seit Mitte Februar stellt dies eine Widerstandszone dar, die die Bullen nun überwinden müssen, um neue Hochs zu erzielen. Ansonsten droht ein Rückfall.

Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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