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DAX am Scheideweg. Geschäftszahlen und ifo im Fokus!

Gewinnmitnahmen hatten am Freitag zu einer Unterbrechung der Erholungsrallye im DAX geführt. Allerdings konnte sich die Wochenperformance mehr als nur sehen lassen. Außerdem scheint der Montag ein richtig guter Handelstag zu werden, so dass die Hoffnungen auf Anlegerseite auf eine nachhaltige Erholung steigen dürften. Dies ist ein Grund für Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Entwicklungen zu schauen.

Trotz Verluste zum Wochenschluss konnte der DAX® im Vergleich zur Vorwoche rund vier Prozent zulegen. Zu den stärksten Titeln zählten adidas, Deutsche Lufthansa und Infineon. Obwohl das laufende Jahr erst wenige Wochen alt ist, verkündete adidas-Chef Herbert Hainer, dass 2016 ein zweistelliges Umsatz- und Gewinnplus angepeilt wird. Das half der Aktie kräftig auf die Sprünge. Die Deutsche Lufthansa profitierte derweil vom niedrigen Ölpreis und Infineon von guten Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015/16.

Die beiden Versorger E.On (WKN ENAG99) und RWE (WKN 703712) sowie die beiden Banken Commerzbank und Deutsche Bank mussten hingegen wieder kräftig Federn lassen. Bei den Versorgern belastete vor allem die Streichung der Dividende für Stammaktionäre von RWE. Bankaktien litten einem Beitrag auf Thomson Reuters zufolge hingegen wieder unter der Angst vor Kreditausfällen in der Ölindustrie.

In der kommenden Woche warten eine Vielzahl deutscher Unternehmen mit Geschäftszahlen auf – allein neun DAX®-Konzerne. Zudem werden viele Anleger gespannt auf den ifo-Geschäftsklimaindex blicken. Im vergangenen Monat meldete das ifo-Institut einen leichten Rückgang des Index.

Unternehmen im Fokus

In dieser Woche geht der Datenreigen weiter. Dabei werden die Standardwerte adidas, BASF, Bayer, Continental, Deutsche Telekom, Fresenius, Fresenius Medical Care, Henkel und Vonovia sowie die Nebenwerte Aareal, Airbus, Aixtron, Covestro, Dürr, Hochtief, Klöckner & Co., Morphosys, Nordex, Salzgitter und Zalando im Fokus stehen.

Heute startet der Mobile World Congress in Barcelona. Neben dem Galaxy S7 von Sony werden zahlreiche weitere neue Gadgets – vom Internet der Dinge bis zu Smartphones und Wearables –  erwartet. Dies könnte den einen oder anderen Tech-Wert bewegen. Ebenfalls heute wird der Mittelfristbericht der internationalen Energieagentur zum Ölmarkt erwartet. Nach dem kräftigen Preissturz auf zeitweise 29 Dollar pro Barrel im Januar stabilisierte sich der Preis in den vergangenen Tagen im Bereich von 33 USD. Von einer nachhaltigen Wende will bisher niemand sprechen. Dennoch konnten sich Ölaktien ExxonMobil und Chevron trotz teilweise desaströser Geschäftszahlen zuletzt etwas erholen.

Wichtige Termine

– 22.2.: Deutschland – Markit Einkaufsmanagerindex Deutschland (Industrie, Service, Composite) für Februar,
– 22.2.: Europa – Markit Einkaufsmanagerindex Euro-Zone (Industrie, Service, Composite) für Februar,
– 23.2.: Deutschland –  Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, Februar
– 25.2.: Europa – Verbraucherpreise, Januar
– 25.2.: USA –  Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 20. Februar
– 25.2.: USA – Auftragseingang Langlebige Güter, Januar
– 26.2.: Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankgouverneure
– 26.2.: USA – BIP Q4, zweite Schätzung

Charttechnischer Ausblick: DAX®

Widerstandsmarken: 9.590/9.830 Punkte
Unterstützungsmarken: 8.720/9.000/ 9.350 Punkte

Die Unterstützung bei 9.350 Punkten wackelt, aber fällt nicht! Allerdings verlor der DAX® zum Wochenschluss spürbar an Aufwärtsmomentum. Nach dem verpassten Ausbruch über die Widerstandsmarke bei 9.590 Punkten zur Wochenmitte testete der Index am Freitag erneut die Unterstützung bei 9.350 Punkten. Am Freitag Abend notierte der Index mit rund 9.390 Punkten an der Obergrenze des seit Anfang Dezember gebildeten Abwärtstrends. Entwarnung ist somit noch nicht gegeben. Risikofreudige Swing-Trader können in diesem Bereich eine Position wagen. Die Kurschance liegt weiterhin bei 9.590 Punkten. Daraus ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von rund 4. Solche Trades erscheinen jedoch sehr riskant und Trader sollten stets Stopp-Marken setzen. Viele Bullen werden warten bis die Hürde bei 9.590 Punkten überschritten und sich damit Anzeichen für eine Trendwende erhärten. Sackt der Index unter 9.350 Punkte, droht eine Verkaufswelle bis 9.000 und im weiteren Verlauf bis 9.720 Punkte.

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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