Euro vs. Dollar – wer profitiert von der Finanzkrise?

2

Die Finanzkrise verschwindet so langsam aus vielen Köpfen und stattdessen rücken wieder andere Themen in den Vordergrund – zumindest bei den Menschen außerhalb des Finanzsektors ist dies meiner Ansicht nach zu beobachten. Dabei wird das Thema uns noch Jahrelang begleiten. Besonderen Fokus sollte man dabei auf unsere Währung, den Euro, legen. Während manche die Gemeinschaftswährung schon als Gewinner der Krise sehen, sind da andere deutlich skeptischer. Und auch ich bin angesichts der Probleme in den PIGS-Staaten nicht grenzenlos optimistisch.

Zum Thema Euro – Gewinner oder Verlierer gibt es jetzt beim Pixelökonom einen schönen Artikel und eine ebenso spannende Replik darauf beim Börsennotizbuch.

Der bessere Dollar: Wie der Euro zum Gewinner der Weltwirtschaftskrise wird (Pixelökonom)

Euro als Krisengewinner? (Börsennotizbuch)

Dazu passend gibt es heute ein Interview in der Welt mit dem Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer. Auf die Frage was nach einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und einer Krise in anderen Staaten passiert, sowie nach der Möglichkeit des Zusammenbruchs des Euro sagt er:

Zusammenbruch muss man definieren. Werden Griechenland oder andere Problemländer die Euro-Zone selbst verlassen? Kaum – warum sollten sie diesen Schutzschirm verlassen? Verlassen sie andere, stabile Länder, die sich sagen: Der Euro ist so ruiniert, dass wir ihn nicht mehr wollen? Das ist theoretisch denkbar. Dem Bundesverfassungsgericht zufolge kann Deutschland austreten, wenn sich die Währungsunion nicht als Stabilitätsgemeinschaft erweist. Praktisch kann man sich diesen Austritt allerdings auch nicht recht vorstellen. Das ist ein echtes Dilemma.

Und wie es dann im schlimmsten Fall weiter geht:

Dass die Währungsunion zerbricht oder zur Inflationsgemeinschaft wird, wenn das Griechenland-Problem und seine möglichen Folgen nicht vernünftig gehandhabt werden.

Das ist sicherlich eine sehr drastische Alternative, aber eben nicht unwahrscheinlich. Ob die PIGS-Staaten wirklich ihre Staatshaushalte so schnell, so in den Griff bekommen, wie es derzeit etwa Irland durch drastische Einsparungen schafft, ist fraglich. Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst düften jedenfalls nur in wenigen Ländern so klaglos hingenommen werden, wie in Irland.

Egal wie man es dreht und wendet, das Trading mit Euro und Dollar birgt in solchen Situationen jede Menge Risikfaktoren, die man selbst nicht beeinflussen kann. Dennoch kann dass Trading, beispielsweise das Devisen handeln mit AvaTrade, durchaus Freude bereiten und Ertrag bringen. Vorausgesetzt man überschätzt sich nicht selbst und berücksichtigt die Risiken.


2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here