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Nordex – Gewinne erzielen bei „Windstille“

Das kurzfristige Aufwärtspotenzial der deutschen Aktienindizes ist meiner Meinung nach gering. Deshalb habe ich jüngst nach lukrativen Bonuszertifikate gesucht, mit denen sich Seitwärtstrends von Aktien optimal ausnutzen lassen. Dabei habe ich zwei Papiere auf den TexDAX-Titel Nordex entdeckt, die mit guten Konditionen punkten. Eines davon ist das Capped-Bonuszertifikat von HSBC Trinkaus mit der WKN TB7UYK, mit dem sich bis zum 26. März 2010 eine Rendite von 4,65 Prozent erzielen lässt. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht dies einer Rendite von rund 30 Prozent. Zum Vergleich: Tagesgeld wird von den meisten Banken lediglich mit zwei Prozent per annum verzinst.

Risikoarmes Produkt mit kurzer Restlaufzeit

Für das Bonuspapier von HSBC Trinkaus sprechen vor allem dessen kurze Restlaufzeit und dessen Barriere bei acht Euro. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Nordex-Aktie bis zum letzten Handelstag des Produkts (19. März 2010) auf oder unter acht Euro fallen wird. Vor diesem Hintergrund ist das Zertifikat für konservative Börsianer bestens geeignet.

Üppige Rendite, aber hohes Aufgeld

Eine Alternative für mutige Anleger ist das Capped-Bonuszertifikat auf Nordex mit der WKN BN3S17, das aktuell 12,27 Euro kostet. Sofern der Basiswert bis einschließlich 19. März 2010 nie auf oder unter neun Euro abtaucht, erhalten die Besitzer des von BNP Paribas emittierten Produkts am 26. März eine Gutschrift von 14 Euro pro Zertifikat. Somit errechnet sich eine Bonusrendite von 14,1 Prozent – von der man sich aber nicht vorschnell zum Einstieg verleiten lassen sollte. Denn das Aufgeld des Bonuszertifikats beträgt stattliche 19,8 Prozent. Infolgedessen müssten die Besitzer des Zertifikats einen weitaus größeren Verlust hinnehmen als die Aktionäre, falls die Nordex-Aktie in den kommenden Wochen auf oder unter neun Euro fallen würde.

Die Aktie ist derzeit uninteressant

Der Chart der Nordex-Aktie macht derzeit einen unspektakulären Eindruck. Nach einem Ausbruch über die 38-Tage-Linie zu Jahresbeginn ist der TecDAX-Titel vor Kurzem wieder unter diese gleitende Durchschnittslinie gefallen. Kurzfristig dürfte die Aktie in ihrem Seitwärtstrend verharren, da das Unternehmen frühestens im März einen konkreten Ausblick für 2010 veröffentlichen wird. Große Kursverluste sind aus meiner Sicht nicht zu erwarten, weil Nordex-Chef Thomas Richterich schon im November 2009 davon überzeugt war, dass 2010 das Wendejahr für Nordex wird. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus möglich, dass sich der Nordex-Anteilschein im Frühjahr wieder im Aufwind befinden wird. Bis dahin dürfte in puncto Kursentwicklung aber Windstille herrschen. Daher sind die genannten Bonuspapiere derzeit interessanter als die Aktie.


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