Steht der Aktienmarkt wirklich auf der Kippe?

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Lieber Leser,

nein, es geht mir nicht darum, mich auch in die Reihe der ewigen Schwarzseher einzureihen, die aufgrund der fundamentalen Lage den Untergang der Börsen und direkt im Anschluss daran den Untergang des Abendlandes voraussehen.

Es geht hier wie immer um Charttechnik und namentlich um die Chartanalyse mit Point&Figure.

Diese Charttechnik weist einen einzigen Indikator auf, den Sie keinesfalls mit dem üblichen “Ich bilde einen Durchschnitt der letzten Kurse und klatsche noch eine möglichst komplizierte Formel”-Indikatoren der anderen Chartarten verwechseln sollten.

Nein bei diesem Indikator, dem Bullish-Percent-Index geht es schlichtweg um das Verhältnis der Aktien in einem Point&Figure Kaufsignal zu allen Aktien des betrachteten Index. Dieses Verhältnis wird täglich berechnet und wieder in einen (welch Überraschung) Point&Figure Chart eingetragen. Dabei zeigen Werte von über 70% einen korrekturgefährdeten Markt an, Werte unter 30% einen ausgebombten Aktienmarkt. Das soll jetzt nur als grobe Richtlinie dienen, ebenso wie der Hinweis, dass es 6 definierte Zustände im Chart des Bullish-Percent-Index gibt, von denen “Bull-Confirmed” der bullischte ist.

Genug der Vorrede: Werfen wir zusammen einen Blick auf den Bullish-Percent-Index des CDAX. Dafür habe ich die Daten des CDAX (Classic All Share) verwendet.

Berechnet wurde der Bullish-Percent-Index mit dem Programm Bulls Eye Broker. Weiter Informationen dazu finden Sie HIER.

Aber nun wirklich genug der Vorrede, werfen wir zusammen einen Blick auf den aktuellen Point&Figure Chart des Bullish-Percent-Index des CDAX: (zum Vergrößern des Charts einfach auf ihn klicken)

BPICDAX20012010Also, wenn wir ganz neutral sind und jegliche Überlegungen außerhalb von Point&Figure weglegen, ergibt sich folgendes Bild:

Wir haben ein Bull-Confirmed und befinden uns bei 67%. Also sooooo wirklich steht der Aktienmarkt in Deutschland (noch) nicht auf der Kippe. Die eine oder andere chancenreiche Aktie darf also noch immer den Weg in unser Depot finden. Natürlich sollten wir trotzdem nicht in Euphorie verfallen. Im DAX scheint der Kampf um die 6.000 Punkte auch noch eine Weile weiter zu gehen. Ich wollte einfach nur aufweisen, dass der deutsche Markt nicht so übel ausschaut. Übrigens steht der US-Markt, den wir in der Point&Figure Charttechnik mit dem Bullish-Percent-Index der NYSE beschreiben, auf Bull-Confirmed und bei 76% und damit im überkauften Bereich. Das sollte die Euphorie beim Kauf von Aktien ein wenig bremsen, aber nicht komplett abwürgen.

Ihr Jörg Mahnert

www.XundO.info


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