Before the Bell: China belastet DAX, US-Futures vor Bank-Zahlen schwächer

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Die deutschen Aktienmärkte leiden zur Wochenmitte unter schwachen Vorgaben aus Asien. Besonders die Sorge um eine restriktivere Kreditvergabe in China wirkt sich belastend aus. Daneben blickt man aber gespannt über den großen Teich, denn es stehen mit der Bank of America und Morgan Stanley einige hochinteressante Quartalszahlen auf der Agenda. Aus Deutschland kamen zudem heute ernüchternde Zahlen zur Entwicklung der Erzeugerpreise. Laut Statistischem Bundesamt lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Dezember 2009 um 5,2 Prozent niedriger als im Dezember 2008. Im November 2009 hatte der Rückgang noch 5,9 Prozent auf Jahressicht betragen. Gegenüber November 2009 wiederum ist der Index im Dezember geringfügig um 0,1 Prozent gesunken.

Swatch: Uhrenverkauf läuft trotz Krise

Der schweizerische Uhrenhersteller Swatch konnte sich im vergangenen Geschäftsjahr trotz des schwierigen Umfelds überraschend gut schlagen. Mit einem leicht rückläufigen Umsatz von 5,42 Mrd. Schweizer Franken konnten die Schweizer das drittbeste Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte einfahren. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Swatch im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2009 einen Anstieg der Betriebsgewinnmarge und des Reingewinns. Die überraschend vorgelegten Zahlen kommen am Markt angesichts des schwachen Umfelds sehr gut an. Aktuell kann die Swatch-Aktie ein halbes Prozent zulegen.

IBM: Big Blue steigert Ergebnis und erhöht Ausblick

In dieser Woche wird wieder eine große Zahl an Techologiewerten ihre Zahlen vorlegen. Branchenriese IBM hat hier schon mal die Messlatte hoch gesetzt. So wurde im vierten Quartal 2009 ein Umsatz von 27,23 Mrd. Dollar erzielt, nach 27,01 Mrd. Dollar im Vorjahr. Die Erwartungen hatten bei 26,96 Mrd. Dollar gelegen. Der Nettogewinn stieg aufgrund von Kostensenkungen und gewinnträchtigen Verträgen wiederum von 4,4 Mrd. Dollar bzw. 3,27 Dollar je Aktie auf 4,8 Mrd. Dollar bzw. 3,59 Dollar je Aktie. Hier hatten die Analystenschätzungen bei 3,47 Dollar je Aktie gelegen.

Zudem hat IBM seinen Ausblick erhöht. Das EPS wird in 2010 bei mindestens 11,00 Dollar je Aktie gesehen, nachdem man zuvor nur ein EPS im Bereich von 10,00 Dollar bis 11,00 Dollar in Aussicht gestellt hatte. Hier liegen die Analystenschätzungen bei durchschnittlich 10,88 Dollar je Aktie. Am Markt kommt die Meldung derzeit nicht ganz so gut an, schließlich hat IBM in den vergangenen Jahren die Erwartungen stets übertroffen und somit diese Erwartung diesmal lediglich erfüllt. Die IBM-Aktie verliert derzeit in Frankfurt leicht.

US-Futures vor Quartalszahlen deutlich schwächer

Die Quartalszahlensaison gewinnt an der Wall Street an Fahrt. Nach Börsenschluss werden u.a. die Technologiewerte eBay, Seagate und Xilinx, aber auch die Kaffeehauskette Starbucks ihre Zahlenwerke vorlegen. Bei den Konjunkturdaten folgen heute Nachmittag die Wohnbaubeginne für Dezember sowie der Erzeugerpreisindex für Dezember. Derweil tendieren die US-Futures schwächer. Der S&P500 gibt 0,5 Prozent nach, während der NASDAQ 0,4 Prozent abgibt. Der DAX verliert wiederum derzeit in Frankfurt 0,8 Prozent auf 5.930 Punkte.


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