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Der Deutsche Aktienindex konnte seine kräftige Erholungsbewegung ausweiten und wagte sich bis in den Bereich um 9.550 Punkte vor, bevor zurückhaltende US-Märkte den Drang der Bullen etwas zügelten. Für die positive Stimmung waren insbesondere die wieder an wichtige Chartmarken heranreichenden Öl-Kurse, ein schwächerer Euro und auch einige positive europäische Unternehmensergebnisse verantwortlich.

Nun allerdings wurde in vielen Märkten ein Chart-Niveau erreicht, dessen Test darüber bestimmen könnte, ob die Kurse nach einer Korrektur im Abwärtstrend wieder drehen oder tatsächlich eine Trendwende eingeleitet werden kann. So kämpfen beispielsweise der Brent-Preis um die Rückeroberung der wichtigen 26 US-Dollar-Marke, der Nikkei um die durchbrochene Aufwärtstrendlinie von 2013 und der Dow Jones um die Nackenlinie eines potenziellen Doppelbodens. Auf der anderen Seite befinden sich die sicheren Häfen Gold und der Yen gegen den US-Dollar an ihren 200-Stunden-Linien.

Aus technischer Sicht befinden sich damit wichtige Märkte an einem vorläufigen Scheideweg im Kampf Bullen gegen Bären. Der DAX fällt aktuell auf das 61,8%-Retracement der Abwärtsbewegung vom 9.900-Punkte-Hoch zurück. Hier könnte es gefährlich werden. Setzen sich die Bullen aber durch und verteidigen die Marke, könnten weitere Kurgewinne folgen, ansonsten droht zunächst wieder ein Rücksetzer.

Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

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