News Ticker

Diese Aktien sind derzeit in Deutschland am gefragtesten

Trotz eines Abwärtstrends und zunehmender Volatilität an den Börsen waren die deutschen Privatanleger im Januar weiterhin optimistisch. Das ist erstaunlich, aber der comdirect Brokerage Index zeigt es klar auf. Zu den Lieblings-Titeln gehörte neben Daimler (WKN 710000) auch ein Wert, den wir derzeit in den Medien nur mit Negativ-Schlagzeilen in Verbindung bringen. Da zeigt es sich wieder: Buy on bad News!

Viele Anleger haben es richtig gemacht. „Die fallenden Kurse haben die Privatanleger gezielt genutzt, um günstig nachzukaufen“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. „Am 7. Januar war der DAX beispielsweise sehr volatil. Die Schwankungsbreite lag im Laufe des Tages bei 335 Punkten. Am Ende verlor der DAX 160 Punkte und notierte erstmals wieder unter der Marke von 10.000.“

Chart: Comdirect

Chart: Comdirect

Teilweise seien hier Verkäufe durch Stop-Loss-Orders ausgelöst worden. „Das ist natürlich ein schwieriges Umfeld. Trotzdem nutzten die Privatanleger die auch am Folgetag weiter fallenden Kurse zum Nachkauf. Es herrscht also nach wie vor eine positive Grundstimmung“, so Wolf. Dies zeige sich auch in der Long-Short-Ratio bei Optionsscheinen und Hebelzertifikaten, bei der jeweils Long-Positionen überwögen.

Insgesamt verharrt der Brokerage Index für fast alle Assetklassen im Bereich von über 100 Punkten. Lediglich für den Zertifikate-Teilindex überwiegen die Verkäufe. Im Vergleich zum Dezember 2015 (99,5 Punkte) sinkt der Brokerage Index für Zertifikate auf 97,9 Punkte. Ein Rückgang der Kaufpositionen ist auch für Renten zu konstatieren, wenngleich der Index mit immer noch 110,7 Punkten (Dezember: 117,4 Punkte) Kaufstimmung signalisiert.

ComdirectBrokerageIndex201601

Mit 119,4 Punkten stieg der Brokerage Index für Aktien im Vergleich zum Dezember deutlich um 14 Punkte an. Besonders gefragt waren Automobilwerte und Banken. Der Top-Kauf war Daimler: Trotz eines hervorragendes Ergebnis für 2015 wurde die Aktie des Automobilherstellers im Januar erneut um mehr als 10 Prozent günstiger als im Dezember. „Die Aktie der Deutschen Bank (WKN 514000) landete auf Platz 2 der Käufe“, so Wolf. „Hier dürften Schnäppchenjäger nach dem Motto ‚buy on bad news‘ zugegriffen haben.“ Die Deutsche Bank hatte für 2015 einen Rekordverlust vermeldet. Weitere Titel auf der Kaufliste waren BASF, VW-Vorzugsaktien sowie die Commerzbank.

Verkauft wurden ebenfalls VW-Vorzugsaktien, Daimler, Apple, Nordics sowie Eon. „Obwohl Apple 2015 mit einem Rekordgewinn abschloss, bewog der schlechte Ausblick viele Privatinvestoren dazu, die Titel aus dem Depot zu werfen“, erläutert Wolf.

Quelle: dieboersenblogger.de / comdirect


Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*