Before the Bell: US-Autoabsatz erholt sich, DAX und US-Futures etwas leichter

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Die erste Handelswoche im Jahr 2010 sorgt bislang für wenig schlechte Stimmung. Der Deutsche Aktienindex kann sich noch immer oberhalb der 6.000er Marke halten und auch an der Wall Street herrscht weitgehend gute Laune vor. Grund sind nicht nur Konjunkturdaten sondern auch immer wieder positive Nachrichten von Seiten der Unternehmen. Heute kamen bspw. aus Europa die Erzeugerpreise der Industrie und die Auftragseingänge in der Industrie. Beide Daten konnten zwar nicht positiv überraschen, aber enttäuschten eben auch nicht. Wenn dann noch der Einkaufsmanager-Index zeigt, dass der Aufschwung in Deutschland ankommt, ist die an sicht trübe Januar-Stimmung schon gleich nicht mehr ganz so trübe.

US-Absatzzahlen: Ford wird zum Krisengewinner

Gestern war es mal wieder soweit: Die US-Absatzzahlen der Automobilindustrie standen auf der Agenda. Der Dezember fiel dabei wieder deutlich positiver aus, als die vergangenen Monate. Vom Einmaleffekt durch Cash for Clunkers im August abgesehen konnten im Dezember 2009 wieder soviele Autos wie zuletzt im September 2008 verkauft werden. Bei CalculatedRisk kann man die Entwicklung der letzten Monate sehr anschaulich verfolgen. Krisengewinner Nummer eins war dabei Ford. Zwar ist das Unternehmen schon geschichtlich durch die Einführung des Fließbands untrennbar mit der US-Wirtschaftsgeschichte verbunden, stand aber dennoch immer im Schatten des Branchenführers General Motors. In der Automobilkrise konnte sich Ford nun ohne Staatshilfe in eine komfortable Ausgangsposition bringen. Im Dezember stieg der Konzernabsatz um grandiose 32,8 Prozent auf 184.655 Fahrzeuge. Bei regulären Pkw stieg dabei der Absatz um 42,0 Prozent auf 61.195 Einheiten. Bei sogenannten Crossover Utility Vehicles (CUVs) erhöhte sich der Absatz sogar um 51,3 Prozent auf 39.056 Einheiten. Man sieht der US-Konsument vertraut den Konzernmarken Ford, Lincoln und Mercury. Selbst die zum Verkauf stehende Marke Volvo erfreut sich großer Beliebtheit. Die Ford-Aktie konnte in der Folge gestern kräftige 6,5 Prozent zulegen. Und auch heute gehört die Aktie zu den stabilen Werten. Seit Sommer 2009 hat sich die Aktie übrigens somit verdoppelt und ein Ende der Kursrallye scheint noch nicht in Sicht.

US-Absatzzahlen: Deutsche Premiummarken wieder gefragt

Neben Ford scheinen sich aber auch die deutschen Premiummarken wieder sehr positiv auf dem US-Markt zu entwickeln. BMW konnte seinen Absatz konzernweit um 9,2 Prozent steigern. Die Premiummarke BMW verbesserte sich dabei um 11,5 Prozent auf 20.128 Fahrzeuge, während die Kleinwagen-Marke MINI einen Rückgang um 2,2 Prozent auf 3.489 Fahrzeuge hinnehmen musste. Ähnlich sieht es auch bei Daimler aus. Konzerweit konnte der US-Absatz um 0,2 Prozent gesteigert werden. Die Premiummarke Mercedes-Benz konnte dabei ein Absatzplus von 8,2 Prozent auf 20.025 Einheiten verzeichnen, während die Kleinstwagenmarke smart einen Absatzrückgang um 63,1 Prozent auf 864 Fahrzeuge auswieß. Auch bei anderen Autoherstellern war der Trend weg von den Kleinwagen hin zu größeren Modellen deutlich zu sehen. Offensichtlich ist hier die Nachfrage erst einmal befriedigt, während es bei größeren Modellen Nachholbedarf gibt.

US-Futures mit leichten Abschlägen

An der Wall Street wartet man gespannt auf den ISM-Dienstleistungsindex für Dezember, nachdem hier vorgestern bereits positive Daten aus dem produzierenden Gewerbe kamen. Nach Börsenschluss wird dann der Konsumgütertitel Bed Bath & Beyond Quartalszahlen vorlegen. Derweil notieren die US-Futures mit leichten Abschlägen. Der S&P 500 verliert 0,4 Prozent, der NASDAQ wiederum gibt 0,3 Prozent nach. Der DAX notiert in Frankfurt bei 6.016 Punkten 0,3 Prozent schwächer.


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