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Im Fokus Daimler: Gegenwind trotzen

Daimler (WKN 710000) dürfte in Zukunft deutlich mehr Gegenwind verspüren. Allerdings hat das DAX-Unternehmen zuletzt unter Beweis gestellt, dass man auch mit schwierigen Marktbedingungen relativ gut leben kann.

Laut einer am 9. Februar veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft „Ernst & Young“ hat die Autoindustrie ihre Investitionen in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Demnach kletterten die Ausgaben von 15,3 Mrd. Euro in 2010 auf 52,0 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Angesichts der erwarteten Folgen aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen könnten diese Ausgaben in den Bereichen Forschung & Entwicklung in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen und damit auch die Gewinnsituation bei Unternehmen wie Daimler belasten, das nicht direkt von dem VW-Abgas-Skandal betroffen ist. Es ist zu erwarten, dass die Anforderungen an die Abgaswerte der Autos ansteigen und strenger überprüft werden. Zudem erfordern allgemeine Markttrends wie Elektroautos, selbstfahrende Fahrzeuge und die zunehmende Vernetzung höhere Investitionen.

Die erwarteten Ausgabensteigerungen sind jedoch nicht alles an Gegenwind, was Daimler in Zukunft erwarten könnte. Die weltweite Konjunktur und vor allem das schwächer werdende Wirtschaftswachstum in China könnten der Automobilindustrie in den kommenden Jahren die Absatzzahlen insgesamt vermiesen. Außerdem wäre es denkbar, dass US-Amerikaner angesichts des VW-Abgas-Skandals insgesamt Autos mit dem Label „Made in Germany“ verstärkt meiden.

Im Auftaktmonat 2016 konnte Daimler jedoch selbst in den USA für seine Pkw-Marke Mercedes-Benz mehr Autoverkäufe vermelden. Am 2. Februar teilte das Unternehmen mit, dass im Januar neue Verkaufsrekorde aufgestellt wurden. Es wurden 26.962 Autos und damit 1,3 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum verkauft. Abgesehen von möglichen negativen Auswirkungen des VW-Abgas-Skandals auf andere deutsche Automobilhersteller bleibt es jedoch unklar, ob sich der US-Automarkt ähnlich stark entwickeln kann wie im Vorjahr. Schließlich hatte sich das US-BIP-Wachstum im vierten Quartal 2015 laut Regierungsangaben vom 29. Januar auf einen auf das Jahr hochgerechneten Wert von plus 0,7 Prozent verringert.

Trotz der nicht gerade besser werdenden Marktaussichten, rechnet Daimler für 2016 mit weiteren Steigerungen bei Absatz, Umsatz und dem EBIT. Dies hatte das Unternehmen im Zuge der Berichterstattung zum vierten Quartal und dem Gesamtjahr 2015 am 4. Februar bekräftigt. Bereits 2015 konnten neue Bestwerte erzielt werden. Während konzernweit 12 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft wurden, lag der Absatzzuwachs bei Mercedes-Benz sogar bei 16 Prozent. Außerdem wurde erstmals die 2-Millionen-Grenze bei den verkauften Autos bei Mercedes-Benz überschritten. Die Umsatzerlöse kletterten insgesamt um 15 Prozent auf 149,5 Mrd. Euro. Der Gewinn stieg sogar um 22 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro, so dass sich das Unternehmen einen Anstieg der Dividende von 2,45 Euro je Aktie im Vorjahr auf 3,25 Euro gönnen möchte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL1KCH) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,67, die Knock-Out-Schwelle bei 46,20 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DL0D7V, aktueller Hebel 3,47; Knock-Out-Schwelle bei 72,00 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 12.02.2016/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: Pressefoto Daimler


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