Deutsche Bank: Chancen erkennen

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Die Deutsche Bank hat Anleger mit einem Rekordverlust aufgeschreckt. Auf den ersten Blick lassen die vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2015 wenig Raum für Turnaround-Hoffnungen. Bei genauerem Hinsehen bieten sich jedoch einige Chancen.

Noch vor der Präsentation der endgültigen Quartals- und Jahresergebnisse hat die Deutsche Bank mitgeteilt, dass sie im Geschäftsjahr 2015 einen Verlust vor Steuern von 6,1 Mrd. Euro und einen Verlust nach Steuern von 6,7 Mrd. Euro erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 5,2 Mrd. Euro einen deutlich niedrigeren Verlust erwartet. Für das Minus waren erneut Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten verantwortlich. Die entsprechenden Rückstellungen wurden in diesem Bereich im vierten Quartal 2015 noch einmal um 1,2 Mrd. Euro aufgestockt. Hinzu kommen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 800 Mio. Euro und Wertminderungen auf Software von 100 Mio. Euro im Segment Private & Business Clients.

Diese Belastungen kann man noch als Sonderfaktoren behandeln. Allerdings lief zuletzt auch das eigentliche operative Geschäft bei Deutschlands größter Bank enttäuschend. Die Erträge im Gesamtjahr 2015 belaufen sich auf 33,5 Mrd. Euro. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit 34,4 Mrd. Euro gerechnet. Für das Schlussquartal 2015 impliziert dies einen Ertragsrückgang um etwa 15 Prozent. Selbst bereinigt um die Sonderbelastungen wäre im Dezember-Quartal ein Verlust vor Steuern von rund 600 Mio. Euro angefallen.

Es gibt aber auch einige gute Nachrichten. Die harte Kernkapitalquote (CET1) stand Ende 2015 bei 11 Prozent und damit leicht unter den Konsens-Schätzungen von 11,4 Prozent. Allerdings wird der Vollzug der bekannt gegebenen Veräußerung der Beteiligung an der Hua Xia Bank zu einer Verbesserung der harten Kernkapitalquote um 50 bis 60 Basispunkte führen. Außerdem räumt der neue Konzernchef John Cryan bei der Deutschen Bank rigoros auf. Die verschiedenen Sparmaßnahmen und der Konzernumbau sollten in Zukunft für geringere Kosten und ein deutlich schlanker aufgestelltes Institut sorgen – auch wenn sie kurzfristig die Ergebnisse belasten sollten.

Trotzdem haben die Analysten bei der DZ BANK als Reaktion auf die überraschend schwachen vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2015 den fairen Wert für die Deutsche-Bank-Aktie von 31,00 auf 20,00 Euro gesenkt. Allerdings befindet sich die harte Kernkapitalquote aus Analystensicht auf einem ordentlichen Niveau. Eine Kapitalerhöhung hält man in der DZ BANK Researchabteilung für unwahrscheinlich. Außerdem würde sich die Bewertung der Aktie mit einem für 2016 geschätzten Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,39 auf einem sehr niedrigen Niveau befinden. Aus diesem Grund hat man sich dazu entschlossen, die „Kaufen“-Einschätzung beizubehalten.

Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung und die fundamentale Analyse des Unternehmens Deutsche Bank, könnte sich zum Beispiel ein Discount-Call-Optionsschein der DZ BANK (WKN: DG4TC7) auf die Aktie des DAX-Unternehmens anbieten. Der Strike (Ausübungskurs) dieses Discount-Optionsscheins, der am 24.06.2016 fällig wird (Fälligkeitstag), liegt bei 12,00 Euro, während das Papier mit einem Cap von 15,00 Euro und einem Bezugsverhältnis von 1,0 (1:1) ausgestattet ist. Notiert die Deutsche-Bank-Aktie am 17.06.2016 (Bewertungstag) auf oder über dem Cap, kommt es zu der maximalen Auszahlung des Discount-Call-Optionsscheins von 3 Euro. In diesem Fall hat der Discount-Optionsschein bei einem aktuellen Kaufkurs von 2,48 Euro seine maximale Rendite von rund 21 Prozent erreicht.
Solange die Deutsche-Bank-Aktie am Laufzeitende über 14,48 Euro notiert (aktuell 16,95 Euro), würde der Käufer des Discount-Optionsscheins bei einem derzeitigen Verkaufskurs von 2,48 Euro eine positive Rendite erzielen. Notiert die Aktie jedoch unterhalb des Strikes von 12,00 Euro, kommt es zu einem Totalausfall des eingesetzten Kapitals. Andernfalls beträgt die Rückzahlung, sofern der Aktienkurs zwischen Cap (15,00 Euro) und Strike (12,00 Euro) liegt: (Kurs Basiswert in Euro – Strike in Euro).
Ein Beispiel: Bei einem Kurs der Deutsche-Bank-Aktie am Bewertungstag von 13,00 Euro beträgt die Rückzahlung je Discount-Optionsschein 1,00 Euro.

Stand 28.01.2016/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK

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