Eine (Teil)kapitulation

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Senti_20012016-230x180Nun ist die Fallgeschwindigkeit des DAX so groß geworden, dass selbst viele Hardcore-Optimisten das Handtuch geworfen haben. Ein Wertverlust beim deutschen Börsenbarometer von knapp 7 Prozent innerhalb einer Woche vollzog sich schlichtweg zu heftig, als dass den Investoren Gelegenheit blieb, sich daran zu gewöhnen.

Vielleicht hat die gestrige vorübergehende Erholung des DAX zu der jüngsten Entscheidung vieler Akteure beigetragen, endlich die eigenen Aktien­bestände zu reduzieren. Denn sie ersparte es den früheren Optimisten, sich zum niedrigsten Kurs vom DAX zu verabschieden. Dies ist wichtig, weil von der dramatischen Episode am Ende nur der stärkste und der letzte Verlust im Gedächtnis dieser Akteure hängen bleiben dürften. Das besagt zumindest die Peak-End-Regel aus der Verhaltensökonomik. Dabei spielt die Dauer eines Schmerzes (Verlustes) nur eine untergeordnete Rolle. Behalten werden der stärkste und der letzte Schmerz. Deswegen sagt man auch im Volksmund, es sei schön, wenn der Schmerz nachlässt.

Damit hat sich auch die Situation für den deutschen Aktienmarkt grundlegend geändert. Mit anderen Worten: Es sieht nicht mehr ganz so dramatisch wie noch vor 14 Tagen aus, als wir trotz fallender Kurse auch noch einen Rekordoptimismus und damit verbunden erhebliche Schieflagen mancher Investoren feststellen mussten…

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GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.
Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.

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