DAX – Land unter! Wohin führt der Abverkauf?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der DAX ist zur Stunde erneut im Minus und unter die wichtige charttechnische Unterstützung bei 9.800 Punkten eingebrochen. Kursziele für den laufenden Kursrutsch liegen bei 9.550 Punkten und weit darunter.

Mit einem großen Downgap eröffnete der DAX am Donnerstag den Handel bei 9.836 Punkten und fiel direkt in den ersten Minuten unter das bisherige Monatstief bei 9.800 Punkten. Der schwächste Börsen-Januar der letzten Jahre setzte sich damit mit einem weiteren bärischen Paukenschlag fort. Die Käuferseite hat im gestrigen Handel somit auch die kurzfristig positiven Vorgaben des Bodens an der 9.800 Punkte-Marke und der Rückeroberung der wichtigen Handelsmarken bei 10.050 und 10.093 Punkten nicht nutzen können. Der seit Anfang Dezember dominierende Abwärtstrend setzte sich fort und durchbrach auch die Unterstützung bei 9.750 Punkten. Damit hat der Index jetzt bis zu den Vorjahrestiefs bei 9.325 und 9.338 Punkten nur noch im Bereich der 9.550 Punkte-Marke die Chance, diesen steilen Kursrutsch wenigstens für ein paar Tage abzubremsen. Dort verlaufen etliche interne Kurszielprojektionen zusammen und die erste Abwärtsbewegung aus dem Dezember hätte nach dem Measuring Move-Ansatz exakt die gleiche, projizierte Länge.

Entsprechend könnte sich der Abwärtstrend auf diesem Niveau abschwächen. Allerdings ist zu bedenken, dass der DAX mit dem heutigen Einbruch ein weiteres Mal unter die langfristige, seit 2011 vorherrschende Aufwärtstrendlinie einbricht. Dies ist per se bärisch zu werten, selbst wenn es den Käufern noch gelingen sollte, den Markt wie zuletzt am 29.09.2015 wieder über die Trendlinie zu kaufen. Die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs unter 9.550 Punkte in Richtung 9.325 Punkten ist damit stark erhöht. Sollte der DAX auch unter diese Marke abverkauft werden, sind weitere Verluste bis 9.060 Punkte und darunter mittelfristig sogar bis 8.750 – 8.800 Punkte zu erwarten.

Kurzfristig könnte es bei einem Wiederanstieg über 9.800 Punkte zwar zu einer Erholung bis 9.950 Punkte kommen, dort könnte jedoch bereits die nächste Verkaufswelle starten. Intraday wäre erst über dieser Marke eine Entspannung der Lage möglich. Ein Anstieg über die Hürde hätte eine kurze Gegenbewegung bis 10.050 und 10.164 Punkte zur Folge. Ein aktuell unwahrscheinlicher Anstieg über diesen Kreuzwiderstand würde allerdings auch die steile kurzfristige Abwärtstrendlinie durchbrechen und damit für einen bullischen Konter bis 10.400 Punkte sorgen.

Quelle: Guidants Index-Analysen
Quelle: Guidants Index-Analysen

Autor: Thomas May, Chefredakteur bei GodmodeTrader.de.

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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