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Um 10: DAX noch nicht über den Berg – China verdirbt die Stimmung

Die Freude über die gestrige Erholung an der Wall Street, die auch dem Deutschen Aktienindex zum Handelsschluss Flügel verlieh, währte nicht lange. China hat sich von der guten Laune in den USA nicht anstecken lassen. Der Shanghai Composite fällt unter die Marke von 3000 Punkten und verliert drei Prozent, was auch zu einem erneuten Ausverkauf beim Öl führt.

Damit sind am letzten Handelstag der Woche die alten Ängste und Sorgen wieder zurück auf dem Tisch. Brent-Öl notiert weiterhin nahe der 30-Dollar-Marke. Es bestehen berechtigte Zweifel daran, dass der gestrige zunächst erfolgreiche Test der 9.700er Marke im DAX schon abgeschlossen ist. Die Lage an den Börsen bleibt angespannt und es ist keine nachhaltige Verbesserung der Stimmung in Sicht. Die Tiefs aus dem vergangenen Jahr im DAX, aber auch in den US-Indizes befinden sich immer noch in Schlagdistanz.

Gestern noch erwies sich der Ölpreis als Retter in letzter Sekunde. Brent-Öl drehte an der psychologischen Marke von 30 US-Dollar nach oben und zerstreute damit vorerst die Ängste vor einem unkontrollierten Ausverkauf.

Mehrere Mitglieder der amerikanischen Notenbank wirkten verbal besänftigend auf die Märkte ein. James Bullart, Präsident der Notenbank von St. Louis, sagte etwa, dass der jüngste Ölpreisrutsch zu einem „besorgniserregenden“ Rückgang der Inflationserwartungen geführt habe, was die Rechtfertigung weiterer Zinsanhebungen erschwere. An der New Yorker Börse interpretierte man dies als Hinweis, dass die Geldschleusen der Fed noch länger aufgedreht bleiben. Die Wall Street legte damit den stärksten Handelstag seit Dezember hin.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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