Autowerte und Goldaktien im Fokus

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

China und die allgemeinen Marktunsicherheiten haben den Jahresauftakt 2016 ordentlich vermasselt. Viele Marktteilnehmer fragen sich, wann eine Beruhigung endlich zu sehen sein wird. Aufgrund der Probleme, mit denen die Zentralregierung in Peking fertig werden muss, dürfte diese jedoch nicht ganz so schnell eintreten. Dies ist ein Grund für Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Entwicklungen zu schauen.

Die erste Handelswoche des neuen Jahres hatte es in sich. Zwei Mal wurde der Handel an den chinesischen vorzeitig gestoppt und löste damit rund um den Globus ein Börsenbeben aus. Für Börsengurus wie Marc Faber und Georg Soros könnte dies erst der Beginn einer größeren Korrektur sein. Die Verunsicherung hat die Anleger zum Wochenschluss somit fest in Griff. Kommende Woche stehen einige Termine an, bei den einzelne Unternehmen oder Branchen für Ablenkung und möglicherweise positive Impulse sorgen können.

Unternehmen im Fokus

In dieser Woche startet die Berichtssaison. Den Anfang macht traditionell der Aluminiumhersteller Alcoa. In der zweiten Wochenhälfte werden unter anderem Intel und die Großbanken Citigroup, J.P. Morgan und Wells Fargo Zahlen vorlegen. Einer Meldung auf Thomson Reuters zufolge planen unter anderem Beiersdorf und der Autozulieferer Continental vorläufige Zahlen zu veröffentlichen. Derweil wird Metro noch mit Zahlen zum Weihnachtsgeschäft aufwarten und die Deutsche Lufthansa Verkehrszahlen für Dezember vorlegen.

Besonders im Fokus werden in dieser Woche zudem die Automobilhersteller BMW (WKN 519000), Daimler (WKN 710000) und VW (WKN 766403) stehen. Zum einen öffnet die Detroit Motor Show ihre Pforten. Zum anderen wird der europäische Automobilverband ACEA Absatzzahlen für Dezember veröffentlichen. Diese Daten könnten maßgebliche Impulse setzen, denn bei den jüngsten US-Daten schnitten die deutschen Hersteller vergleichsweise schwach ab. Das gilt vor allem für die Kernmarke VW und in China hat sich das Absatztempo ebenfalls spürbar verlangsamt. Mit großer Spannung wird derweil auch das Treffen von VW-Lenker Matthias Müller mit der Chefin der US-Umweltbehörde EPA von den Marktteilnehmer verfolgt werden.

Charttechniker sollten ein Auge auf die Aktien von von Barrick Gold, Commerzbank, Facebook und Gerry Weber. Die Aktie von Barrick Gold hat in den zurückliegenden Jahren kräftig an Wert verloren. Die jüngste Erholung im Goldpreis leitet nun eine Gegenbegung ein. Die Aktie der Commerzbank verletzte bei EUR 9,20 die langfristige 61,8%-Retracementlinie. Damit droht nun aus technischer Sicht eine Korrektur bis EUR 8,25. Facebook setzt derzeit bei USD 98 auf einer wichtigen Unterstützung auf. Bricht diese Marke droht eine Verkaufswelle bis USD 86. Gerry Weber stabilisiert sich im Bereich der Tiefs vom Herbst 2010. Kurzfristig deutet sich die Chance auf eine W-Formation an. Oberhalb von EUR 12 besteht die Chance auf eine Erholung bis EUR 13. Unterstützung findet die Aktie bei EUR 11,50.

Wichtige Termine

• 9.1. China – Verbraucherpreise, Dezember
• 13.1. Europa – Industrieproduktion Euro-Zone, Dezember
• 13.1. USA – US-Notenbank veröffentlicht Beige Book
• 14.1. Europa – EZB veröffentlicht Protokoll der jüngsten Sitzung
• 14.1. USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 9. Januar
• 14.1. Europa – Treffen der Finanzminister der Eurogruppe
• 15.1. USA – Uni Michigan Verbrauchervertrauen, Januar

Charttechnischer Ausblick: DAX®

• Widerstandsmarken: 10.000/10.140/10.200/10.380/10.440/10.500 Punkte
• Unterstützungsmarken: 9.600/9.800 Punkte

Der Freitag begann verheißungsvoll mit einer Erholung bis knapp 10.140 Punkte. Danach ging es jedoch wieder steil bergab und der DAX® endete im Bereich des Wochentiefs. Damit endet eine Woche mit hohen einstelligen Verlusten. In der kommenden Woche richten sich die Blicke der Chartanalysten auf die beiden Barrieren bei 9.800 und 10.140/10.200 Punkte.

Taucht der Index unter die untere Barriere, droht eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis 9.600 Punkte (Stabilisierungszone im vergangenen Oktober). Solange die Marke hält, bieten sich Swing-Tradern Chancen auf Trades mit Zielkurs 10.140 oder gar 10.200 Punkte. Viele Bullen werden allerdings eine Stabilisierung oder eine Erholung über 10.200 Punkte abwarten ehe sie einsteigen.

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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